Document 258 · Letter
7 December 1814
Vienna
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Submission by von Triebenfeld to an unnamed Serene Highness in the matter of the Prince of Hohenlohe, which is to be sent back. He objects to the referral to a commission in Berlin communicated through Stägemann. He repeats his proposal: he says the Curisch heirs would regard the debt as settled with 112,000 Rthl, the Prince paying off 25,000 Rthl a year and discharging the 35/m Rthl raised at Wrocław in 1790. He warns against making inquiries of Count Wratislaw and offers a security of 60,000 Rthl.
Eingabe v. Triebenfelds an eine ungenannte Durchlaucht in Sachen des Fürsten von Hohenlohe, die zurückgesandt werden soll. Er wendet sich gegen die über Stägemann eröffnete Überweisung an eine Commission in Berlin. Dabei wiederholt er seinen Vorschlag: Die Curischen Erben sähen die Schuld mit 112000 Rthl als getilgt an, der Fürst zahle jährlich 25000 Rthl ab und tilge die 1790 in Wrocław erhobenen 35/m Rthl. Er warnt vor Nachfragen bei Graf Wratislaw, bietet eine Caution von 60000 Rthl an.
- 258
- Ewr Hochfürstliche Durchlaucht habe ich in Sachen des H. Fürsten von Hohenlohe
- unterm 23ten Octobr. und 28 Novbr zu schreiben die Ehre gehabt und das
- [...]tegranzstatoth[?] zu schulden, Ewr Durchlaucht ließen nur heute durch den Hr Geheimen Stats Rath
- Stägemann eröffnen, daß diese Sache einen Commission in Berlin zur Entscheidung
- vorgelegt werden solte. Dieses ist im Allgemeinen das F. ein Hohenlohe
- Weißl. Doch scheint hierbey ganz außer Acht gelaßen zu sein, daß das
- Intresse des Staats in der Abtilgungs Sache der Canz. Schuld mit ein
- gewürkt ist.
- In den oben erwähnten Vorstellungen hatte ich die Ehre vorzutragen,
- "daß die Cur[ische]. Erbe die ganze Schuld mit 112000 rt dergestalt
- gefolgt ansehen würden, daß sie die Documente zurück reichen wolten —
- daß der Fürst von Hohenlohe sich anfechtig mache, diese Staats Schuld
- von 112000 rt mittelst abschlags Zahlungen von jährlich 25000 rt. zutilgen
- außerdem aber die im Jahr 1790 von der König. Kr. Casse zu Breslau
- erhobenen 35/m. rt. mit zutilgen gesonnen sey."
- Für das ganze obgedachte erwachst dem Staate ein Vortheil von 461/m rt
- dieses alles aber geht dem Staate verlohren, wenn statt auf meinen
- Vorschlag zu Rflatiren, Nachfragen bey dem Grafen Wratislaw statt finden
- der als ehemaliger Vormund das Beste seiner Mündel beständig in Auge
- haben muß.
- Die Kurz Erben / die Herzogin von Sagen pp / bedürfen jezt Geld. Die
- Schuld von 426/m. rt. ist mit 112/m. rt. getilgt.
- Dafür stelle ich, wenn dem Fürsten der Vorschuß gegeben wird, indem
- nur der, und nicht der König, welcher sich schon einmahl los gesagt, und sein
- Wort nicht brechen kan, bezahlen muß, eine Caution von 60000 rt.
- und erwarte blos von Ewr Hochfürstliche Durchlaucht, daß Sie über eine
- Stunde bezeichnen mögten, wo ich Ihnen dieses weiter auseinander
- sezzen darf.
- In tiefster Ehrerbietigkeit ersterbe
- Ewr Hochfürstl. Durchlaucht
- dies gleich mit zurück zu senden
- [...] keine Abschrift und die Post geht eben.
- Wien den 7ten Decbr. 1814
- unterthänigster Diener
- v Triebenfeld
258 Ewr Hochfürstliche Durchlaucht habe ich in Sachen des H. Fürsten von Hohenlohe unterm 23ten Octobr. und 28 Novbr zu schreiben die Ehre gehabt und das [...]tegranzstatoth[?] zu schulden, Ewr Durchlaucht ließen nur heute durch den Hr Geheimen Stats Rath Stägemann eröffnen, daß diese Sache einen Commission in Berlin zur Entscheidung vorgelegt werden solte. Dieses ist im Allgemeinen das F. ein Hohenlohe Weißl. Doch scheint hierbey ganz außer Acht gelaßen zu sein, daß das Intresse des Staats in der Abtilgungs Sache der Canz. Schuld mit ein gewürkt ist.
In den oben erwähnten Vorstellungen hatte ich die Ehre vorzutragen, "daß die Cur[ische]. Erbe die ganze Schuld mit 112,000 rt dergestalt gefolgt ansehen würden, daß sie die Documente zurück reichen wolten — daß der Fürst von Hohenlohe sich anfechtig mache, diese Staats Schuld von 112,000 rt mittelst abschlags Zahlungen von jährlich 25,000 rt. zutilgen außerdem aber die im Jahr 1790 von der König. Kr. Casse zu Breslau erhobenen 35/m. rt. mit zutilgen gesonnen sey." Für das ganze obgedachte erwachst dem Staate ein Vortheil von 461/m rt dieses alles aber geht dem Staate verlohren, wenn statt auf meinen Vorschlag zu Rflatiren, Nachfragen bey dem Grafen Wratislaw statt finden der als ehemaliger Vormund das Beste seiner Mündel beständig in Auge haben muß.
Die Kurz Erben / die Herzogin von Sagen pp / bedürfen jezt Geld. Die Schuld von 426/m. rt. ist mit 112/m. rt. getilgt. Dafür stelle ich, wenn dem Fürsten der Vorschuß gegeben wird, indem nur der, und nicht der König, welcher sich schon einmahl los gesagt, und sein Wort nicht brechen kan, bezahlen muß, eine Caution von 60,000 rt. und erwarte blos von Ewr Hochfürstliche Durchlaucht, daß Sie über eine Stunde bezeichnen mögten, wo ich Ihnen dieses weiter auseinander sezzen darf.
In tiefster Ehrerbietigkeit ersterbe
Ewr Hochfürstl. Durchlaucht
dies gleich mit zurück zu senden
[...] keine Abschrift und die Post geht eben.
Wien den 7ten Decbr. 1814
unterthänigster Diener
v Triebenfeld
