Document 223 · Letter
4 December 1811
Sławięcice (Schlawenschitz)
Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen → Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent
The Prince reports an exchange offer from General v Schimmelpfennig, who wants to trade the Zagórów estates for his own estates Szelce and Maderzewo near Mysłowice (yield 8,000 Rthl, according to others 6,000 Rthl). Lieutenant Sommer is to prepare the inspection at Zagórów. He doubts a deal with Weigel will be concluded. He urgently needs cash by Christmas, no longer asks about the Trąbczyn lawsuit, and permits Trąbczyn to be included in a transaction if this is advantageous. He gave a suitor from Hohenlohe-Kirchberg his consent to marry Adele.
Der Fürst berichtet über ein Tauschangebot des Generals v Schimmelpfennig, der die Zagorower Güter gegen seine Güter Szelce und Maderzewo bei Mysłowice eintauschen will (Ertrag 8000 Rthl, nach anderen 6000 Rthl). Lieutenant Sommer soll die Besichtigung in Zagórów vorbereiten. Einen Abschluss mit Weigel bezweifelt er. Er braucht bis Weihnachten dringend Bargeld, fragt nach dem Trąbczyner Prozess nicht mehr und erlaubt, Trąbczyn vorteilhaft in einen Handel einzubeziehen. Einem Werber aus Hohenlohe-Kirchberg gab er seine Zustimmung zur Heirat mit Adele.
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- Hochwohlgebohrner Herr,
- Hochzuehrender Herr Krieges und Forst Rath!
- Ew. Hochwohlgebohren Schreiben vom 20. Novb. erhielte
- ich den 26ten bis heute müßte ich aber den Boten, der
- bezahlt ist, und den ich auch für seinen Aufenthalt ent-
- schädigt habe, anhalten, um Ew. Hochwohlgebohren
- genau mit einigen Vorfällen bekannt zu machen,
- die mir allerdings werth scheinen benutzt zu werden
- und wahrscheinlich auch nach ihrem Ermessen den Vor-
- zug vor andern Planen verdienen. Ich werde, wenn
- ich erst Ihren Brief beantwortet habe, darüber
- so viel nur es nöthig scheint, ins Detail gehen,
- um Ihnen theils das Vortheilhafte der neuern
- Aussicht zu schildern, theils auch die Nothwendig-
- keit darstellen, die nur es zum Gesetz macht, zu
- zugreifen, um mir theils baare klingende Mittel
- theils solche Objekte zu verschaffen, die schuldete
- frey sind, und damit nur vor den Augenblick
- mich aus einem Gedränge zu weißen, welches
- mich fast erdrückt, um Zeit zu gewinnen, und
- mir nach zunehmender Absprache mit meinen Kin-
- dern durch einzuschlagende fernere vernünftigten
- Plane Luft zu schaffen, um einigermaßen ertrag
- lich bestehen zu können. Daß Ew Hochwohlgebohren
- hiezu als erprobter Freund treu bewirken wollen
- ersehe ich mit Dankbarkeit aus Ihrer werthen
- Zuschrift und wäre ich nur ganz sicher bei der
- Vormundschaft meines Sohnes Adolphs die Koschentin
- Güter ange
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Hochwohlgebohrner Herr, Hochzuehrender Herr Krieges und Forst Rath! Ew. Hochwohlgebohren Schreiben vom 20. Novb. erhielte ich den 26ten bis heute müßte ich aber den Boten, der bezahlt ist, und den ich auch für seinen Aufenthalt entschädigt habe, anhalten, um Ew. Hochwohlgebohren genau mit einigen Vorfällen bekannt zu machen, die mir allerdings werth scheinen benutzt zu werden und wahrscheinlich auch nach ihrem Ermessen den Vorzug vor andern Planen verdienen. Ich werde, wenn ich erst Ihren Brief beantwortet habe, darüber so viel nur es nöthig scheint, ins Detail gehen, um Ihnen theils das Vortheilhafte der neuern Aussicht zu schildern, theils auch die Nothwendigkeit darstellen, die nur es zum Gesetz macht, zu zugreifen, um mir theils baare klingende Mittel theils solche Objekte zu verschaffen, die schuldete frey sind, und damit nur vor den Augenblick mich aus einem Gedränge zu weißen, welches mich fast erdrückt, um Zeit zu gewinnen, und mir nach zunehmender Absprache mit meinen Kindern durch einzuschlagende fernere vernünftigten Plane Luft zu schaffen, um einigermaßen ertrag lich bestehen zu können. Daß Ew Hochwohlgebohren hiezu als erprobter Freund treu bewirken wollen ersehe ich mit Dankbarkeit aus Ihrer werthen Zuschrift und wäre ich nur ganz sicher bei der Vormundschaft meines Sohnes Adolphs die Koschentin Güter ange
- so wäre Ihr Plan vortreflich; ich bitte, ihn auch nicht sollen
- zu lassen, da mir das Wohl der Hypothekengläubiger die
- dorten ihre sonde stehen haben, sehr eifrig am Herzen liege
- Ich werde auch um dieses zu befördern mich eifrigst ver-
- wenden, und hoffe, mein ältester Sohn und mein Schwie-
- gersohn werden mit Eifer zu Erreichung dieser Absicht beurück-
- ken. Da aber dieses Wunsch erreicht werden kann, wenn
- wir mit Weigel und Stössel auch nicht nach Ew Hochwohl-
- gebohren weise angelegten Plan zu Stande kommen, so muß
- ich mein Wohl besonders darin suchen, nur durch die Ver-
- äußerung der Zagorower Güter Mittel zu verschaffen, mich
- meiner Privat Schulden zu entledigen, die mich am meisten
- heimigen, welches denn durch meine jetzo gemachte
- Anlage wie ich hoffen darf, bald und erwünscht
- werden soll, besonders wenn Sie Ihre ganze Kraft
- und Negociations Talent mit mir zu vereinigen und
- in gleicher Absicht darüber zu unterhandeln sich freund-
- schaftlich angelegen seyn lassen wollen. Ich habe Ihren
- nur vorgelegten Plan zur Unterhandlung mit Weigel
- und Stössel genau beherzigt, und widerspreche ihn
- keines wegs. Ich glaube aber nicht, daß mit Weigel
- fortzukommen seyn wird, und wenn der Handel nicht
- mit beiden Herrn zugleich geschieht, so kann er uns
- keineswegs nützen. Die Annahme von Ruszyno-
- wig nur noch mehr die schon zu großen
- Objekte von Gütern vermehren; nicht gerne
- wollte ich schon die Verbindlichkeiten, die ich gegen Sie
- habe durch die dazunahme von Blizanow vergrößen
- Da ich stets vorzüglich die Absicht hege, gegen die nie
- undankbar zu seyn, noch Ihre Verlegenheiten
so wäre Ihr Plan vortreflich; ich bitte, ihn auch nicht sollen zu lassen, da mir das Wohl der Hypothekengläubiger die dorten ihre sonde stehen haben, sehr eifrig am Herzen liege Ich werde auch um dieses zu befördern mich eifrigst verwenden, und hoffe, mein ältester Sohn und mein Schwiegersohn werden mit Eifer zu Erreichung dieser Absicht beurückken. Da aber dieses Wunsch erreicht werden kann, wenn wir mit Weigel und Stössel auch nicht nach Ew Hochwohlgebohren weise angelegten Plan zu Stande kommen, so muß ich mein Wohl besonders darin suchen, nur durch die Veräußerung der Zagorower Güter Mittel zu verschaffen, mich meiner Privat Schulden zu entledigen, die mich am meisten heimigen, welches denn durch meine jetzo gemachte Anlage wie ich hoffen darf, bald und erwünscht werden soll, besonders wenn Sie Ihre ganze Kraft und Negociations Talent mit mir zu vereinigen und in gleicher Absicht darüber zu unterhandeln sich freundschaftlich angelegen seyn lassen wollen. Ich habe Ihren nur vorgelegten Plan zur Unterhandlung mit Weigel und Stössel genau beherzigt, und widerspreche ihn keines wegs. Ich glaube aber nicht, daß mit Weigel fortzukommen seyn wird, und wenn der Handel nicht mit beiden Herrn zugleich geschieht, so kann er uns keineswegs nützen. Die Annahme von Ruszynowig nur noch mehr die schon zu großen Objekte von Gütern vermehren; nicht gerne wollte ich schon die Verbindlichkeiten, die ich gegen Sie habe durch die dazunahme von Blizanow vergrößen Da ich stets vorzüglich die Absicht hege, gegen die nie undankbar zu seyn, noch Ihre Verlegenheiten
- vermehren will, so danke ich inzwischen Ew Hochwohlge-
- bohren genereuse Absicht; ich werde gewiß auch hierüber
- Ihre Gründe gerne hören, und jede vernünftige Vorstellung
- bei mir Platz greifen lassen. Sie finden hier beide Ihrem
- Briefe beigelegte Plane, den Ihrigen und den des Grafen
- Wartensleben anliegen. Ich überlasse Ihnen weiter mit
- Berücksichtigung meiner Lage und der augenblicklichen
- absoluten Nothwendigkeit zu Ihrer Abhülfe weitern
- vorsichtige Schritte zu machen. Ich schmeichelte mir bis
- heute die mein geschätzter Freund, bei mir hier zu
- sehen, da ich mir nicht denken kann, daß wenn Sie
- wieder nach Neisse zu gehen Veranlassung hätten
- sie nicht zu mir zu kommen sich bewogen gefunden
- haben sollten. Ueber all dieses ist mir zu meinen
- Inhe baldige genaue umständliche Nachricht nöthig
- daß Sie zu meinem Wohl nach Kräften wirken
- werden, bin ich von Ihnen dankbar überzeugt, in-
- dessen ist des wir? Wann? Wo? — und besonders
- Wie bald? — vor mich zu wissen das größte Be-
- dürfniß und ich muß Ihnen sagen, daß mein Bestehen
- größentheils davon abhängt. Wie dankbar will
- ich Ihnen seyn, wenn ich schleunig beruhigende Nach-
- richten, auf die ich rechnen kann, durch die erhalte
- ziemlich viel baares Geld ist nur zu Weihnachten
- am so großes Bedürfniß, als es die Speise zu Er-
- haltung des Lebens ist. Ew. Hochwohlgebohren
- haben mich daher tödtlich erschreckt, da sie mir
- schlechterdings die Unmöglichkeit melden, auch von dort-
- her mit Geldern bald zu unterstützen, und das Ver-
- weisen auf zu gewinnende Prozesse kann mich um
- so weniger beruhigen, da ich leider bis jetzo noch alle
- die in Pohlen für mich geführt wurden, entweder ver
vermehren will, so danke ich inzwischen Ew Hochwohlgebohren genereuse Absicht; ich werde gewiß auch hierüber Ihre Gründe gerne hören, und jede vernünftige Vorstellung bei mir Platz greifen lassen. Sie finden hier beide Ihrem Briefe beigelegte Plane, den Ihrigen und den des Grafen Wartensleben anliegen. Ich überlasse Ihnen weiter mit Berücksichtigung meiner Lage und der augenblicklichen absoluten Nothwendigkeit zu Ihrer Abhülfe weitern vorsichtige Schritte zu machen. Ich schmeichelte mir bis heute die mein geschätzter Freund, bei mir hier zu sehen, da ich mir nicht denken kann, daß wenn Sie wieder nach Neisse zu gehen Veranlassung hätten sie nicht zu mir zu kommen sich bewogen gefunden haben sollten. Ueber all dieses ist mir zu meinen Inhe baldige genaue umständliche Nachricht nöthig daß Sie zu meinem Wohl nach Kräften wirken werden, bin ich von Ihnen dankbar überzeugt, indessen ist des wir? Wann? Wo? — und besonders Wie bald? — vor mich zu wissen das größte Bedürfniß und ich muß Ihnen sagen, daß mein Bestehen größentheils davon abhängt. Wie dankbar will ich Ihnen seyn, wenn ich schleunig beruhigende Nachrichten, auf die ich rechnen kann, durch die erhalte ziemlich viel baares Geld ist nur zu Weihnachten am so großes Bedürfniß, als es die Speise zu Erhaltung des Lebens ist. Ew. Hochwohlgebohren haben mich daher tödtlich erschreckt, da sie mir schlechterdings die Unmöglichkeit melden, auch von dorther mit Geldern bald zu unterstützen, und das Verweisen auf zu gewinnende Prozesse kann mich um so weniger beruhigen, da ich leider bis jetzo noch alle die in Pohlen für mich geführt wurden, entweder ver
- oder aufgegeben gesehen habe; nach dem wegen Trąbczyn mag
- ich gar nicht mehr fragen, und ich gestehe es, daß mir die Haut
- schaudert, wenn ich nur sagen muß, daß mir die Mittel zur
- Fortsetzung dieser Prozesse fehlen sind alle ge getäuschte
- Hoffnungen mich durch des Irreführen so unglücklich ge-
- macht haben, wie Sie es sich nicht vorstellen. Helfen Sie
- daher mich und was noch in den polnischen Gütern mir
- bleibt retten und bewahren dadurch unsre Ehre unsern
- beiderseitigen Vortheil wozu ich unter Ihrem Bewath bedeut-
- ende Opfer zu bringen bereit bin. Ich muß Ihnen gestehen,
- daß die Lage so ist, daß auch jeder kurze Aufschub, der
- dieses Rettungsmittel verschiebt, mir tödtliche Wunden
- schlägt. Ich hoffe, daß ein Antrag, der mir von Seiten
- der v Schimmelpfennigschen Familie gemacht würden, und
- welchen für mich gutgesinnte Menschen genährt haben
- hiezu führen soll. Der alte General und seine
- Söhne, die selbst bei mir waren, haben zu den Za-
- gorower Gütern Lust; er will gerne dagegen an mich
- seine ganz schuldensterin Güter Szelce und Maderzewo
- die nicht bei Mysłowic an der Przemsa beym ver-
- tauschen, und giebt ihren Ertrag auf 8000 rt courant
- an. Andre die diese Güter genau können bestimmt
- ihn auf 6000 Rthl. Er erkaufte sie vor mehreren Jahren
- vor 26000 # # in Gold, mehrere tausend als rthlr er
- zu ihrer Verbesserung herein verwendet haben, und
- will nun sie über 100000 rt hinausbringen. Vor
- kurzem wurden ihm davor 85000 rt. cour. geboten,
- die er aber ausschlug. Die Generalien besitzt ein
- Capital von ohngefähr 60000 rt in Oppreu[?]stischen
- Pfandbriefen, und so wie mir der älteste Sohn der
oder aufgegeben gesehen habe; nach dem wegen Trąbczyn mag ich gar nicht mehr fragen, und ich gestehe es, daß mir die Haut schaudert, wenn ich nur sagen muß, daß mir die Mittel zur Fortsetzung dieser Prozesse fehlen sind alle ge getäuschte Hoffnungen mich durch des Irreführen so unglücklich gemacht haben, wie Sie es sich nicht vorstellen. Helfen Sie daher mich und was noch in den polnischen Gütern mir bleibt retten und bewahren dadurch unsre Ehre unsern beiderseitigen Vortheil wozu ich unter Ihrem Bewath bedeutende Opfer zu bringen bereit bin. Ich muß Ihnen gestehen, daß die Lage so ist, daß auch jeder kurze Aufschub, der dieses Rettungsmittel verschiebt, mir tödtliche Wunden schlägt. Ich hoffe, daß ein Antrag, der mir von Seiten der v Schimmelpfennigschen Familie gemacht würden, und welchen für mich gutgesinnte Menschen genährt haben hiezu führen soll. Der alte General und seine Söhne, die selbst bei mir waren, haben zu den Zagorower Gütern Lust; er will gerne dagegen an mich seine ganz schuldensterin Güter Szelce und Maderzewo die nicht bei Mysłowic an der Przemsa beym vertauschen, und giebt ihren Ertrag auf 8,000 rt courant an. Andre die diese Güter genau können bestimmt ihn auf 6,000 Rthl. Er erkaufte sie vor mehreren Jahren vor 26,000 # # in Gold, mehrere tausend als rthlr er zu ihrer Verbesserung herein verwendet haben, und will nun sie über 100,000 rt hinausbringen. Vor kurzem wurden ihm davor 85,000 rt. cour. geboten, die er aber ausschlug. Die Generalien besitzt ein Capital von ohngefähr 60,000 rt in Oppreu[?]stischen Pfandbriefen, und so wie mir der älteste Sohn der
- Rittmeister äußerte, wol dieser sume wol 100000 rt die Gelde
- und allenfals etwas mehr, wenn man Documente annehmen
- oder ihm Zeit zum Aufkündigen einiger Kapitalien ließe
- zusammen bringen. Er erbat sich von mir die Charten in
- Anschläge der Zagorower Güter, die ich ihm überschickte,
- und sie bereits mit dem geäußerten Wunsch dieses Ge-
- schaft zu Stande zu bringen, zurück erhielt. So habe ich ihm
- das ZinsRegister den Nachweis der Ausstände und Reste eben
- als mit zugeschickt gehabt, auch dero nur Anno 6[?] über-
- gebenes Generalstableau; alles dieses schiene dem alten Herrn
- noch nicht deutlich genug und man wünschte, da man über
- die Güter mancherlei schon gehört hatte, auf meine billigung
- keit sich verlassen, einen raisonnirten und belehrenden
- Ausweis der bei dem Ocular Augenschein sich bestä-
- tigen würde, worauf allein man sich einlassen, und
- dann balde des Gange beendigen wolle. Deſchenten
- Commis der eine Bally zu besuchen hieher kam
- und mich in bessern Umständen anzutreffen vermu-
- thete und daher von mir die ihm gebührende Remune-
- ration als Ew. Hochwohlgebohren ein Jahr lang ge-
- wesner MitArbeiter der dortigen Geschäfte zu er-
- halten hoffte, war anwesend, und ich bediente mich
- seiner bei einer Unterredung mit dem Rittmeister
- v Schimmelpfennig um ihm alles genau und gründlich
- dargestellen. Er unterzog sich diesem Auftrag willig
- und geschickt, setzte mir zu meinem Gebrauch und
- eigenen Belehrung einen raisonirten und unter
- richtenden Anschlag auf, den ich auch vertraut Schim-
- melpfennigs mittheilte. Ich muß dem H. Lieut[enant] Sommer
- die Gerechtigkeit wiederfahren lassen, daß er indem
- er unser beiderseitigen Kummer und drückende Lage keine
- sich edel nimmt, nur vorsichtig äußert, Ew Hochwohlgeb.
Rittmeister äußerte, wol dieser sume wol 100,000 rt die Gelde und allenfals etwas mehr, wenn man Documente annehmen oder ihm Zeit zum Aufkündigen einiger Kapitalien ließe zusammen bringen. Er erbat sich von mir die Charten in Anschläge der Zagorower Güter, die ich ihm überschickte, und sie bereits mit dem geäußerten Wunsch dieses Geschaft zu Stande zu bringen, zurück erhielt. So habe ich ihm das ZinsRegister den Nachweis der Ausstände und Reste eben als mit zugeschickt gehabt, auch dero nur Anno 6[?] übergebenes Generalstableau; alles dieses schiene dem alten Herrn noch nicht deutlich genug und man wünschte, da man über die Güter mancherlei schon gehört hatte, auf meine billigung keit sich verlassen, einen raisonnirten und belehrenden Ausweis der bei dem Ocular Augenschein sich bestätigen würde, worauf allein man sich einlassen, und dann balde des Gange beendigen wolle. Deſchenten Commis der eine Bally zu besuchen hieher kam und mich in bessern Umständen anzutreffen vermuthete und daher von mir die ihm gebührende Remuneration als Ew. Hochwohlgebohren ein Jahr lang gewesner MitArbeiter der dortigen Geschäfte zu erhalten hoffte, war anwesend, und ich bediente mich seiner bei einer Unterredung mit dem Rittmeister v Schimmelpfennig um ihm alles genau und gründlich dargestellen. Er unterzog sich diesem Auftrag willig und geschickt, setzte mir zu meinem Gebrauch und eigenen Belehrung einen raisonirten und unter richtenden Anschlag auf, den ich auch vertraut Schimmelpfennigs mittheilte. Ich muß dem H. Lieut[enant] Sommer die Gerechtigkeit wiederfahren lassen, daß er indem er unser beiderseitigen Kummer und drückende Lage keine sich edel nimmt, nur vorsichtig äußert, Ew Hochwohlgeb.
- bedauert, aber dabei Ihnen sehr ergeben ist, und sich auf das
- baldige Wiedersehen freut. Er wird seine schnelle Entfer-
- nung entschuldigen, wozu ihn der Drang der Umstände nöthig
- te. Ich glaube, er wird will und kann bei diesem Geschäft
- von vorzüglichem Nutzen seyn; ich darf glauben, daß ich mir
- durch mein Benehmen zum Attachement erwerben habe
- daher bitte ich Ew. Hochwohlgebohr auf das Freundschaft
- lichste sich seiner als eines guten Werkzeugs mit
- Vertrauen zu bedienen. Ich versprach ihm vor seine
- treu zu leistende Mitwirkung nicht unbelohnt zu lassen,
- und auf alle Falle bitte ich Sie, beßer Freund instände
- dorten balde, was möglich zu machen ist, zu seiner
- einstweiligen Beruhigung zu durch an ihn zu verfügende
- zahlung zu bewirken. Die Art und Weise überlasse
- ich Ew. Hochwohlgeb. und, womit der H. Leutnant
- Sommer, daß er hierüber mit genommener Abrede mit
- Cabanis Ihnen wohl einen mir unschädlichen Vor-
- schlag würde machen können. Ich wünsche es, da
- wir uns dadurch einen getreuen und hochkundigen
- Gehülfen verbinden. Da der H General v Schimmelpfennig
- mir äußern beß, daß er seinen älteren Sohn den
- Rittmeister dieser Tage nach Berlin wegen Hollma-
- chung der dazu nöthig habenden Gelder abschicken
- wolle, mit seinem jüngsten Sohne aber der ein
- Schüler von Thaer ist, die Reise nach Zagorowo
- balde unternehmen wolle, um noch diese Güter,
- ehe, der Boden mit Schnee bedeckt ist, zu besehen,
- vorher aber den H. Lieut[enant]. bei sich zu gewalten
- Belehrung noch zu sprechen wünsche, so werde ich
- so bald der Tag zu seiner Absendung nur bestimmt wird
bedauert, aber dabei Ihnen sehr ergeben ist, und sich auf das baldige Wiedersehen freut. Er wird seine schnelle Entfernung entschuldigen, wozu ihn der Drang der Umstände nöthig te. Ich glaube, er wird will und kann bei diesem Geschäft von vorzüglichem Nutzen seyn; ich darf glauben, daß ich mir durch mein Benehmen zum Attachement erwerben habe daher bitte ich Ew. Hochwohlgebohr auf das Freundschaft lichste sich seiner als eines guten Werkzeugs mit Vertrauen zu bedienen. Ich versprach ihm vor seine treu zu leistende Mitwirkung nicht unbelohnt zu lassen, und auf alle Falle bitte ich Sie, beßer Freund instände dorten balde, was möglich zu machen ist, zu seiner einstweiligen Beruhigung zu durch an ihn zu verfügende zahlung zu bewirken. Die Art und Weise überlasse ich Ew. Hochwohlgeb. und, womit der H. Leutnant Sommer, daß er hierüber mit genommener Abrede mit Cabanis Ihnen wohl einen mir unschädlichen Vorschlag würde machen können. Ich wünsche es, da wir uns dadurch einen getreuen und hochkundigen Gehülfen verbinden. Da der H General v Schimmelpfennig mir äußern beß, daß er seinen älteren Sohn den Rittmeister dieser Tage nach Berlin wegen Hollmachung der dazu nöthig habenden Gelder abschicken wolle, mit seinem jüngsten Sohne aber der ein Schüler von Thaer ist, die Reise nach Zagorowo balde unternehmen wolle, um noch diese Güter, ehe, der Boden mit Schnee bedeckt ist, zu besehen, vorher aber den H. Lieut[enant]. bei sich zu gewalten Belehrung noch zu sprechen wünsche, so werde ich so bald der Tag zu seiner Absendung nur bestimmt wird
- welches ich schon heute erwarte, und Ihren Boten dahero nach
- zurückhalte, gedachten Herrn dahin abgehen lassen, welcher
- nur mit aller Vorsichtigkeit dorten zu handeln, daß zu gesichern
- hat. Er soll dann, da er die Reise zu Pferde machen will, etwas
- voran eilen, um durch seinen Rapport an Ew. Hochw. zu veran-
- lassen, daß das Etwa noch Erforderliche zu dieser Entre vue
- vorbereitet wird, wobei viele Behutsamkeit anzuwenden
- seyn wird, da nur der alte General als schlau miß
- trausch und geizig bekannt ist. Er will gerne gewinnen,
- und diese Fruhl macht ihn besonders nach denen größten
- Gütern lüstern. Dabei will er gerne seinen Kindern
- die baaren Gelder entziehen, da er sie in der Folge nicht
- sicher in Ihren Händen glaubt, und der Meinung ist, daß
- sie die Güter eher denn baares Geld conserviren würden
- seit diesen letzten Tagen hat er noch den Willen auch
- seine beiden Schwiegersehen mit dort hinzuziehen
- und will dahero mit des kleine Gut Gollawia was
- er van den Lahrschen Erben vor seinen Schwieger-
- sohn Johnston kürzlich erkauft hat, mit zum Handel
- verwenden, da er nur 5000 rt. hereingezahlt hat, so
- ist es eben nicht als ein großes Objekt zu betrachten.
- sie wissen nun alles was ich über diesen Gegenstand
- weiß und Sommer soll alles, was er von mir gehört,
- und in selige erfahren wird, Ihnen noch als seinen
- Erläuterung mittheilen. Denken Sie der Sache reiflich
- nach und bereiten sich dazu bestens vor. Ich setze mann
- Hoffnungen in Ihr savoir faire und habe zu diesem
- Geschäfte mehr zutrauen als ich noch je zu einem andern
- hatte. Leider sind meine Kinder noch nicht auf den
- Reise und selbst hat eine Krankheit, die meine Schwie-
- gertochter
welches ich schon heute erwarte, und Ihren Boten dahero nach zurückhalte, gedachten Herrn dahin abgehen lassen, welcher nur mit aller Vorsichtigkeit dorten zu handeln, daß zu gesichern hat. Er soll dann, da er die Reise zu Pferde machen will, etwas voran eilen, um durch seinen Rapport an Ew. Hochw. zu veranlassen, daß das Etwa noch Erforderliche zu dieser Entre vue vorbereitet wird, wobei viele Behutsamkeit anzuwenden seyn wird, da nur der alte General als schlau miß trausch und geizig bekannt ist. Er will gerne gewinnen, und diese Fruhl macht ihn besonders nach denen größten Gütern lüstern. Dabei will er gerne seinen Kindern die baaren Gelder entziehen, da er sie in der Folge nicht sicher in Ihren Händen glaubt, und der Meinung ist, daß sie die Güter eher denn baares Geld conserviren würden seit diesen letzten Tagen hat er noch den Willen auch seine beiden Schwiegersehen mit dort hinzuziehen und will dahero mit des kleine Gut Gollawia was er van den Lahrschen Erben vor seinen Schwiegersohn Johnston kürzlich erkauft hat, mit zum Handel verwenden, da er nur 5,000 rt. hereingezahlt hat, so ist es eben nicht als ein großes Objekt zu betrachten. sie wissen nun alles was ich über diesen Gegenstand weiß und Sommer soll alles, was er von mir gehört, und in selige erfahren wird, Ihnen noch als seinen Erläuterung mittheilen. Denken Sie der Sache reiflich nach und bereiten sich dazu bestens vor. Ich setze mann Hoffnungen in Ihr savoir faire und habe zu diesem Geschäfte mehr zutrauen als ich noch je zu einem andern hatte. Leider sind meine Kinder noch nicht auf den Reise und selbst hat eine Krankheit, die meine Schwiegertochter
- Befiel August den Wunsch abgedrungen, sein so nothwendiges
- kommen auf eine bessern Jahreszeit zu verschieben. Ich habe
- die Gründe, warum seine baldige Anwesenheit hier nöthig
- wird ihn Emilie in meiner Schwester bereits vorläufig
- geschrieben, und wiederhohle es nun noch dringend durch
- eine Estaffette, da sie an allem, was mich und wenig
- familie betrift so freundschaftlichen Antheil nehmen, so
- verschle ich nicht, Ew Hochwohl zu melden, daß der
- Erbfleung von Hohenlohe Kirchberg, der sind 1 Jahr
- älter als meine Tochter Adele ist, sich um ihren Hand
- dieser Tage bei mir bewarb. Da die wechselseitige
- Neigung die nöthige Versorgung und das Schickliche in
- jeder Hinsicht bei dieser Parthie sich verfindet, so
- habe ich meinen Consens ertheilt, und darf hoffen
- daß nun die Zufriedenheit meiner drey ältesten
- Kinder in Hinsicht ihrer ehrlichen Verhältnisse begründet
- ist. Gott wolle, daß ich bald Ruhe erhalte, als man
- anschört, gegen mich ungerecht zu seyn, so sind meine
- beschränkten Wunsche weiß erreicht; eines der vor-
- züglichsten Mittel hiezu ist die Erreichung des hier
- es einandergesetzten Geschäfts oder irgend eine
- sahilienliche und zu meinen Umständen passende
- baldige Veräußerung der Zagorower Güter.
- die haben der Freyheit Trąbczyn wenn es mit Vortheil
- geschehen kann auf dieser oder andern Seite in
- Handel zu verwenden, so wie ich keiner nützlichen
- Weise den Zweck zu erreichen den Ausschluß geben
- will, Alles übrigens ihrer Klugheit und Erfahrung
- anheimgestellt. Lassen Sie mich ja nicht lange auf
- Nachricht warten denn jede bestimmte Auskunft kann
Befiel August den Wunsch abgedrungen, sein so nothwendiges kommen auf eine bessern Jahreszeit zu verschieben. Ich habe die Gründe, warum seine baldige Anwesenheit hier nöthig wird ihn Emilie in meiner Schwester bereits vorläufig geschrieben, und wiederhohle es nun noch dringend durch eine Estaffette, da sie an allem, was mich und wenig familie betrift so freundschaftlichen Antheil nehmen, so verschle ich nicht, Ew Hochwohl zu melden, daß der Erbfleung von Hohenlohe Kirchberg, der sind 1 Jahr älter als meine Tochter Adele ist, sich um ihren Hand dieser Tage bei mir bewarb. Da die wechselseitige Neigung die nöthige Versorgung und das Schickliche in jeder Hinsicht bei dieser Parthie sich verfindet, so habe ich meinen Consens ertheilt, und darf hoffen daß nun die Zufriedenheit meiner drey ältesten Kinder in Hinsicht ihrer ehrlichen Verhältnisse begründet ist. Gott wolle, daß ich bald Ruhe erhalte, als man anschört, gegen mich ungerecht zu seyn, so sind meine beschränkten Wunsche weiß erreicht; eines der vorzüglichsten Mittel hiezu ist die Erreichung des hier es einandergesetzten Geschäfts oder irgend eine sahilienliche und zu meinen Umständen passende baldige Veräußerung der Zagorower Güter. die haben der Freyheit Trąbczyn wenn es mit Vortheil geschehen kann auf dieser oder andern Seite in Handel zu verwenden, so wie ich keiner nützlichen Weise den Zweck zu erreichen den Ausschluß geben will, Alles übrigens ihrer Klugheit und Erfahrung anheimgestellt. Lassen Sie mich ja nicht lange auf Nachricht warten denn jede bestimmte Auskunft kann
- auch zu entzlichen Zwecken führen, so wie mich in Anwe-
- senheit zu belassen eine Grausamkeit ist. Gott erhalte
- Ihnen gesund, ich war einige Tage leidend, es geht aber
- seit gestern besser, nur plagen mich die Augen durch Ihre
- Entzündung noch sehr. Daher ich mich einer fremden Feder
- bediene und dieses dicitire. Ich glaube nichts übersehen
- noch bei der Sache durch einen Mangel an Ausführlichen
- keit mich versündigt zu haben. Der Wunsch auch recht
- denklich zu machen hat mich zu Mißbrauch ihrer
- Geduld veranlaßt und ich bitte Sie daher mein ge-
- schätzter Freund, die Länge dieser Epistel zu ver-
- geben. Es ist die vorzüglichste Hochachtung, in
- der ich verbleibe Ew. Hochwohlgebohren
- Schlawenschitz den 4. Xbr 1811.
auch zu entzlichen Zwecken führen, so wie mich in Anwesenheit zu belassen eine Grausamkeit ist. Gott erhalte Ihnen gesund, ich war einige Tage leidend, es geht aber seit gestern besser, nur plagen mich die Augen durch Ihre Entzündung noch sehr. Daher ich mich einer fremden Feder bediene und dieses dicitire. Ich glaube nichts übersehen noch bei der Sache durch einen Mangel an Ausführlichen keit mich versündigt zu haben. Der Wunsch auch recht denklich zu machen hat mich zu Mißbrauch ihrer Geduld veranlaßt und ich bitte Sie daher mein geschätzter Freund, die Länge dieser Epistel zu vergeben. Es ist die vorzüglichste Hochachtung, in der ich verbleibe Ew. Hochwohlgebohren
Schlawenschitz den 4. Xbr 1811.








