Traces in the Sand

Document 187 · Letter

17 June 1806

Berlin

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

The powers of attorney and blank forms have arrived. He says the Grand Chancellor is to provide 90,000 Rthl from the justice fund, with which Weigel, Schlabrendorff and Lichnowski are to be paid, and the Prince is to receive the 30,000 Rthl he wants. The mortgage certificate of the Zagórów and Trąbczyn estates is so encumbered that no one will lend further. Triebenfeld wants to be rid of Oppenheimer in order to recover the mortgage of 250,000 Rthl. He intends to go to Pszczew because of Meyer Bernhard's suit, then to Kalisz and Trąbczyn to collect money.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
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  1. 187
  2. Durchlauchtigſter Fürſt
  3. Gnädigsten Fürst und Herr!
  4. Die Vollmachten und Blanquets sind eingegangen, ich habe von erstem
  5. sogleich den nötigen Gebrauch gemacht, und bin nun des Besten Erfolges
  6. gewis — durch die Vermittelung des braven Generals und des
  7. andern Herrn — wird dH. Gros Kanzler aus den Justiz Fond 90000 rt.
  8. geben — davon bezahle ich die 3 Unruhigsten Gläubiger — das ist
  9. Weigel, die Schlabrendorff und Lichnowski.
  10. Lezterer muß mich auf eine Schweinersche Hypotheque die
  11. ich ihm verpfände 20000 rt zurückgeben, 10000 rt muß ich so
  12. suchen heraus zu bringen, und dan erhalten Ewr Durchlaucht den
  13. gewünschten 30000 rt.
  14. Schlimm ist es daß der Hypothequen Schein der Zagorower und
  15. Trąbczyner Güter so bunt ist, man will darauf nicht weiter
  16. borgen — was man giebt, ist gegen Jura Ca[u?]sa. Es wird sich
  17. indes nach und nach alles machen laßen.
  18. Mein einziges Bestreben ist den Oppenheimer, der voriges Jahr
  19. 160000 rt zu geben versprach, und den Amelang bearbeitete
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  1. nur bald los zu werden, damit ich die Hypotheque von 250000 rt zu-
  2. rük bekomme.
  3. Der Schuft hatte selbst zu fordern auf Olesnica. 20000 rt.
  4. er machte sich an heischig die Invaliden Casse zu bezahlen 50000 rtl
  5. dem Lichnowski 36000 rt.
  6. dem Meyer Bernhard 7600.
  7. Sind 113600 rt.
  8. Von diesen allen hatt er nur 32000 rt an Lichnowchen bezahlt
  9. dazu das Geld was Ewr Durchlaucht nach Fürth erhielten
  10. und demohngeachtet rechnet sich der Kerl das ganze
  11. Proxeneticum mit 11000 rt.
  12. Bin ich nun mit Weigel um den andern auseinander
  13. den wende ich alles an um diesen Gau[?]rr das zu bezahlen
  14. was er würklich gegeben hatt, und schaffe sofort die
  15. oben genannte Hypotheque zu rücken die das eo ipso
  16. vernichtet wird, wodurch die Sache alsdan eine ganz
  17. andere Gestallt gewinnt.
  18. Heute gehe ich nach Betsche u. dorten alles zu ordnen, besonders
  19. dem elenden Juden den Meyer Bernhard das Maul zu stopfen
  20. Der Kerl hat gegen Ewr Durchlaucht Klage erhoben, ohnerachtet
  21. ich den Wicht bekannt gemacht hatte daß Sr Majestät die Betscher
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  1. Verabpachtung genehmiget und alle Schwierigkeiten dergestalt behoben hätte.
  2. daß Ewr Durch ex nexu gesezt wären.
  3. von Betsche gehe ich nach Kalisz und Trąbczyn arrangere dorten
  4. alles sehe was ich daselbst an Geld zusammen treiben kan und eile
  5. damit hierher um da die Haupt Sache zu Applaniren. Von heut
  6. über 18 Tage gedenke ich wieder in Berlin zu sein und geht nun
  7. alles nach Wunsch so bringe ich dan vieleicht selbst die von Ewr Durchlaucht
  8. laucht gewünschte Summa nach Öhringen.
  9. die Constellationen sind übrigens jezt sehr böse und man wünscht
  10. hier sehr daß Ewr Durchlaucht nur recht baldgöllig hergestellt sei,
  11. mögten, und daß Sie Ihre Rückreise über Berlin nehmen
  12. Durch meinen langen Aufenthalt hier wäre ich lezthin beinahe
  13. in einer günstigen Situation versezt worden. Die Glogausche
  14. Regierung hatte befohlen der v Wulffen 30000 rt welche auf
  15. Kontop stehen zu bezahlen. Die Mandate waren in Breslau liegen
  16. geblieben, so daß ich nichts davon wüste, bis man mir hier auf den
  17. Hals gieng. Indes half hier gleich der bidere General Er gab mir
  18. baar was ich brauchte, und dHerr Gros Kanzler lies auf der einen
  19. Hypotheque 200000 rt zahlen, und so statteten mich diese beide
  20. redlichen Männer — Jezt habe ich ganz ruhe und kan nun alle
  21. Ewr Durchlaucht Sachen nachgehen.
  22. Mit unbegränzter Verehrung verharre ich als
  23. Ewr Durchlaucht
  24. Berlin den 17ten Juny
  25. 1806.
  26. treu unterthäniger Diener
  27. v Triebenfeld