Traces in the Sand

Document 164 · Letter

4 March 1805

Kalisz (Kalisch)

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld is waiting for the Berlin resolution and puts the new revision of the valuation down to Prince George and Kalckreuth. He says Otocki promises 10,000 Rthl and 2,000 Rthl of propination rights rent in advance, and that Meierowitz would pay 20,000 Rthl and an annual canon of 500 Rthl once Honrichs leaves. A chamber edict forbade hereditary leases to non-nobles without royal consent; he says Glenck kept this quiet and let the contract with the people of Oleśnica be concluded. According to Dombrowski, the Prusimski compromise and receipts for Prusimski's payment are in the archive.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
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  1. 164
  2. Durchlauchtigſter Fürſt
  3. Gnädigster Herr!
  4. Von Berlin ist noch keine Resolution erfolgt, ich weis nicht was ich von Amelangs
  5. Betriebsamkeit denken soll; die Menschen sind alle über einen Leisten geschlagen
  6. ſteht nur nicht immer hinter ſie, oder bahnt den Weg ſelbſt, ober füllt ſo die
  7. räuberischen Klauen so laßen, sie alles seinen Schnekken gang gehen.
  8. Wird mir die Revision vom Finanz Departement erſchweret, ſo laße ich
  9. den Landrath die Taxen revidiren, Attestiren und garantiren, das ist den
  10. noch mehr als man verlangt. Es kömt also nur darauf an, daß man
  11. mir von Berlin aus bescheidet.
  12. die Chicanen mit Revision der Taxen sind ganz neu und rühren blos von Prinzen
  13. George und der General Kalchreuthern ungestümes Benehmen her — weder
  14. Amelang noch weniger ich haben davon in Berlin gewust, der Zand ist allein
  15. mit dem Minister von Voss gewesen, von dem allen ſind die Befehleſchnell
  16. gegeben, und da die Sache nicht Collegialisch verhandelt war, so konte
  17. auch Niemand davon wißen. Unfuhr diese saubere Verordnung zuerst
  18. in Breslau von Jungen Gr. Kalckreuth. Indes ist so viel Ehe beſeitiget
  19. so muß sich auch hier ein Ausweg finden laßen.
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  1. NB Amelang hat dem Juden Jtzig[?] selbst die 18000 rt die er anders wo sicher hat, gekündigt
  2. Der Jude hat geglaubt, daß dies nur zum Schein geschehen sey, und glaubte Ewr Durchl.
  3. mit einer Gerichtl. Kündigung zu schreiben — Es bleibt aber bey mein Plan[en?] — die Interesse
  4. habe ich richtig bezahlt, und darüber Quittung, so daß Ewr durchl. Ehre nicht compromissi[?]
  5. werden konte —
  1. Hier geht so weit alles nach Wunsch und ich hoffe einen schweren Klumpen
  2. Geld zu sammen zu bringen. Mit Otocken denke ich heute fertig
  3. zu werden. Der gleich 10000 Rthl in kurzer Zeit, so wie 2000 rt als die
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  1. halbjährige Propinations Pacht anticipando zu zahlen verspricht.
  2. Werde ich den Honrichs, wie ich vest hoffe, los, ſo zahlt Meierowitz 8 Tage
  3. vor Johanni, 20000 rtl. baar, und erlegt einen jährl. Canon von
  4. 500 rthl auf ewige Zeiten.
  5. was mit Swięcia geschehen und ob mein Plan glücken wird erfahre ich heute von
  6. Nerlich.
  7. Zum Ankauf der Gründe [me?]hhn überhaupt dismembrirt werden sollen habe sich schon viele Menschen, und bestandes
  8. mehrere Edelleute gemeldet, die viele Huben kaufen und gleich baar
  9. zahlen wollen. Ich dringe indes nur auf Ausfertigung des Consensſes
  10. damit man mir nicht hinderniße irgend einer Art in Wege legen
  11. kan.
  12. Die Kammer hatte dem Landrath die Untersuchung übertragen und
  13. die Norm vorgeschrieben, nach welcher Ewr Durchlaucht dismembrem
  14. können, p[?] dies ist stricte nachgelebt alles beseitiget, und der Kammer
  15. alles eingereicht, so daß alle Chicanen begegnet, und die Wege zum
  16. Throne geebenet sind war, man uns neue Barrière von der Nase
  17. ziehen wolte, den ich würde dem König jene gegebene Verfügungen
  18. so wie alle darnach geschloßene Contracte um Protocolle vor
  19. legen und dan dorten die Concession mit allen Rechte ohne betteln
  20. zu dürfen, fordern. Der President v G. ist mit mir hierüber
  21. ganz einverstanden. Mit künftiger Post schicke ich Ewr Durchlaucht
  22. eine Abschrift aller dieser Verhandlungen
  23. Mit dem Olesnicer Kerls wird sich alles sehr Gemach beheben.
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  1. Schon längst ist bei hiesigen Cammern / wovon ich aber so wahr Gott lebt
  2. nicht ein Jotta gewust habe) ein Edict vorhanden, nach welchem
  3. 1. keinen Bauer oder unadeliche ohne besondern Königl. Consens ein adelig
  4. Gut in Erbpacht überlaßen werden darf
  5. 2. darf selbst an Adeliche Erbpächter
  6. a. nicht die Jurisdiction
  7. b. nicht die Zad
  8. c. nicht das Bier und Brandwein Urbar und
  9. d. nicht die Gewalt die alte Unterthanen zu vertreiben, oder sie in
  10. ihren Nahrungen zu verrücken
  11. mit übergeben, oder den Erbpächtern überlaßen werden
  12. Schon unterm 23 ten Decembr 1803 hat die hiesige Cammer dem Herrn
  13. Bau Rath Glenck, und dem Landrath v. Blomberg dies bekannt
  14. gemacht. Mehr als strafbar ist dies von Erstern, daß er
  15. Ewr Durchlaucht solches verfehlt, und zugelaßen hat daß dennoch ein
  16. Contract mit den Olesnicer Kerln geschloßen worden Niederträch-
  17. tig aber ist es von leztern, daß er dennoch zwischen den Olesnicer
  18. 3 Gaudieben und den Alten Unterthanen einen Vergleich schließen
  19. und Ewr Durchlaucht solchen Garantien laßen wollen.
  20. Gott was sind das vor Menschen, und in welcher Hand sind Euer
  21. Durchlaucht bisher gewesen — Es sind mir auf hoher Verfügung
  22. die ganze Cammer Acten gegeben, ich laße die schönen Stücke alle
  23. extrahiren, damit Ewr Durchlaucht sich doch einmahl überzeugen
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  1. Jezt muß ich vest und pure auf die Verrichtung, des von den Olesnicern
  2. nicht nun gehaltenen Contracts halten, damit diese Spitzbuben mit
  3. einer etwanigen reconventions Klage nicht durchkommen, sonst
  4. hätten wir einen Jahre langen Prozeß zu fürchten.
  5. Mehr als Teufelisch ist es das Glenck von den beiden Cammer Verfügungen
  6. oder Resolutionen vom 23ten Decbr 1803 und 24ten Januar 1804 kein Wort
  7. gesagt, und aus einen Contract unterm 22 Febr 1804 hat schließen
  8. laßen, der schnur strads gegen die dem Glenck bekannt gemachten
  9. Edicte und Rescripte der Cammer ist. Ich rechne jezt auf Schencks
  10. guten Willen und Gewandheit die ich vorhero schon in Anspruch ge-
  11. nommen hatte.
  12. Vom Dombrowski erfahre ich so eben daß der Prusimskiſche
  13. Compromist in dem Kowaler Archiv steht, und daß da auch die
  14. Quittungen inquisirt sind daß Prusimski bezahlt hat
  15. Die Verhandlung ist etliche Siebenzig Bogen starck, ich habe
  16. Dombrowski gebeten sie eilig extrahiren zu laßen, da wird man
  17. Ja der Sache auf der Spuhr kommen, den man die Recesse und
  18. würkliche Resignationen von Brzyze auch aus den Archiven gestohlen
  19. wäre, ſo dürfte jene doch nichts mehr fordern, ſondern müßte
  20. noch, da wir Brzyze nicht haben, herauszahlen.
  21. im Ribbeck und Floricke bekümmern sich Euer Durchlaucht nicht, den
  22. diese Hunde werde ich mit Lichnowski vereint züchtigen
  23. wäre nur meine Gesundheit nicht so zerrüttet daß ich aller Orten umher
  24. gagen könte den solte alles rascher gehen, so aber muß ich zu oft Stube
  25. im Bette hüthe, da fehlt mir alle Pflege, und der stete Ärger reibt
  26. mich ganz auf — Indes ersterbe ich als
  27. Euer Durchlaucht
  28. Kalisz d 4ten März 1805.
  29. treuer Knecht
  30. v Triebenfeld
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  1. Der Wasch Tisch hat sehr viel Freude gemacht — die Büste von Bronze
  2. aber bringe ich zurück — der Freund wünscht nur drey bis 4 große von Gips
  3. und die so überzogen sind als wäre es bronze[n?]. Echtler hat vieleicht solche
  4. vorräthig. Könte ich sie wohl mit künftiger Post hier haben?