Document 147 · Letter
25 November 1804
Trąbczyn
Johann Wilhelm Glenck, Hohenlohe-Ingelfingen's building and economy councillor → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
The writer (signing v. Triebenfeld) reports, after a journey through West and East Prussia, that the Mennonites want to conclude on 19 December in Wrocław, but are demanding the propination rights. He has summoned men from Landsberg and the Oderbruch in order to compare their offers. He rejects a sale in separate pieces. The valuation by Schenck is proceeding slowly. In a postscript he complains of Glenck's reproaches and of his orders issued against his own. The mayor for judicial affairs asks for instructions on the Wrąbczyn lands. The bailiff's estate is likely to be valued at about 11,000 Rthl.
Der Schreiber (unterzeichnet v. Triebenfeld) meldet nach einer Reise durch West- und Ostpreußen, die Mennoniten wollten am 19. Dezember in Breslau abschließen, verlangten aber die Propination. Er hat Landsberger und Oderbrücher kommen lassen, um deren Angebote zu vergleichen. Stückweisen Verkauf lehnt er ab. Die Taxe durch Schenck geht langsam voran. Im Nachsatz beklagt er Glencks Vorwürfe und Anordnungen gegen seine eigenen. Der Justizbürgermeister erbittet Weisung zu den Wrąbczyner Gründen. Die Voigtey dürfte auf etwa 11000 Rthl taxiert werden.
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- Durchlauchtigſter Fürſt
- Gnädigster Herr!
- Ich habe die mühseeligste Reise, die ich in meinen Lebe gemacht, nach West und
- Ost Preußen, zurück gelegt. Die Mennonißen wollen Baußen und haben auf ihre
- Manier versichert daß sie mit etwas Geld den 19ten Decembr. in Breslau
- eintreffen und dort den Contract abschließen wollen. Ich hatte auf der Stelle
- mit einigen eine Punctation entwerfen können, allein es wäre mir zu
- wenig, auf einen Fleck, den diese Menschen wohne einzeln umher, und ich konte
- sie nicht zusammen bringen, weil die Witterung zu schlecht und die Wege
- Grundlos waren. Überdem wolte sie expresse die Propination für
- den gegenwärtigen Anschlag mit habe, und dies bewog mich abzureisen
- und sie nach Breslau zu bestellen.
- Da indes die Biblischen Geſezzgeber lehrten — alles zu prüfen und das Gute
- zu behalten, so habe ich heute nach die Landsberger und Oder Brücher
- geschickt, laße diese kommen und höhre ihre effecten — sind diese beßer
- so schließe ich so gleich ab und empfehle die Mennonisten der H:
- Ich bin kein Weichling — aber der Weg zu die H. — Söhne ist auch doch zu seinen
- geworden, ich habe mit Leben und Todt gerungen, und am Ende machten
- mich die H. neue Würgebänder — Laßen sich also diese Leute willig
- finde, so schließe ich ab und laße die Heuchlär laufen.
- Menschen die Kaufe wollen hat es ohne Zahl, ich kan auch aber ohn-
- möglich
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Durchlauchtigſter Fürſt
Gnädigster Herr!
Ich habe die mühseeligste Reise, die ich in meinen Lebe gemacht, nach West und Ost Preußen, zurück gelegt. Die Mennonißen wollen Baußen und haben auf ihre Manier versichert daß sie mit etwas Geld den 19ten Decembr. in Breslau eintreffen und dort den Contract abschließen wollen. Ich hatte auf der Stelle mit einigen eine Punctation entwerfen können, allein es wäre mir zu wenig, auf einen Fleck, den diese Menschen wohne einzeln umher, und ich konte sie nicht zusammen bringen, weil die Witterung zu schlecht und die Wege Grundlos waren. Überdem wolte sie expresse die Propination für den gegenwärtigen Anschlag mit habe, und dies bewog mich abzureisen und sie nach Breslau zu bestellen.
Da indes die Biblischen Geſezzgeber lehrten — alles zu prüfen und das Gute zu behalten, so habe ich heute nach die Landsberger und Oder Brücher geschickt, laße diese kommen und höhre ihre effecten — sind diese beßer so schließe ich so gleich ab und empfehle die Mennonisten der H: Ich bin kein Weichling — aber der Weg zu die H. — Söhne ist auch doch zu seinen geworden, ich habe mit Leben und Todt gerungen, und am Ende machten mich die H. neue Würgebänder — Laßen sich also diese Leute willig finde, so schließe ich ab und laße die Heuchlär laufen. Menschen die Kaufe wollen hat es ohne Zahl, ich kan auch aber ohnmöglich
- in Verstükkelung der Grundstücke einlaßen den sonsten würde mir an
- Ende das schlechtern Land auf den Halse bleiben.
- Das Beste habe die Olesnicer Bube und die Swięcier für so niedere Preise
- weg, das verrückt vielen die Köpfe, Sie probiren auf dieser und jener
- Art, ob sich nicht ein Lückchen zum eindringen aufinden läst — ich muß
- daher streng auf die einmahl entworfenen Plane halten und meinen
- Grundsazz treu bleiben.
- Mit der Taxa der Güter hier geht es, bey den besten Willen des p Schenck
- sehr langsam, weil alle Wege die Data fehlen — Gott weil wo man
- was aufsuche soll — es muß daher alles von neuem ausgemittelt.
- und grausam viel Zeit verschleudert werden. Ich muß in dieser Rück
- seht noch an 14 Tagen hier bleiben, den gehn ich ab so bleibt aufs neue
- alles liegen.
- In tiefsten Respect ersterbe ich als
- Ewr Durchlaucht
- Trąbczyn den 25ten 9br
- 1804.
- unterthänigster Diener
- v Triebenfeld
in Verstükkelung der Grundstücke einlaßen den sonsten würde mir an Ende das schlechtern Land auf den Halse bleiben. Das Beste habe die Olesnicer Bube und die Swięcier für so niedere Preise weg, das verrückt vielen die Köpfe, Sie probiren auf dieser und jener Art, ob sich nicht ein Lückchen zum eindringen aufinden läst — ich muß daher streng auf die einmahl entworfenen Plane halten und meinen Grundsazz treu bleiben.
Mit der Taxa der Güter hier geht es, bey den besten Willen des p Schenck sehr langsam, weil alle Wege die Data fehlen — Gott weil wo man was aufsuche soll — es muß daher alles von neuem ausgemittelt. und grausam viel Zeit verschleudert werden. Ich muß in dieser Rück seht noch an 14 Tagen hier bleiben, den gehn ich ab so bleibt aufs neue alles liegen.
In tiefsten Respect ersterbe ich als
Ewr Durchlaucht
Trąbczyn den 25ten 9br
1804.
unterthänigster Diener
v Triebenfeld
- Den Augenblick war Glenck hier. Er macht mir gröblich vorwürfe,
- daß ich ihm um seinen Vermögen bringen wolte. Ewer Durchlaucht sollen
- ihm selbst gesagt haben. Daß ich höchst Ihm Vorwürfe gemacht hätte
- daß höchst sie dem Glenck zuviel geschenckt hätten.
- Ewr Durchlaucht verzeihen mirs gnädigst wann ich, und meine armen,
- Kinder nicht noch zu vaterlosen Waisen zu machen, indem ich mich schier todt
- ärgern muß — die Feder in allen diesen Geschäften niederlegen
- Gerne mögte ich Euer Durchlaucht alles Erden Glück erringen, und man
- Gut und Blut für Ewr Durchlaucht hingeben — aber Brandmarken La-
- ich mich von Glenck und Rochlitz nicht laßen
- Die Menschen hier alle werden Confuse — den jezt hat Glenck hier
- disponirt, es ist zum Theil meinen Verordnungen entgegen — ich
- will nicht laut darüber werden, den man möchte sonst denken ich
- drängte mich an seinen Plazz — indes leidet dadurch meine Ehre und
- Ewr Durchlaucht Intresse
- Der Justiz Bürgermeister Schenck bittet um baldige Verhaltungs-
- Befehle wegen den Wrąbczyner Gründen, weil er sonsten mit der
- Taxa nicht weiter fort kan, dem Dominio bleiben jezt bey
- Wrąbczyn mit 53 Morgen — da kan die Taxa nicht sehr hoch ausfallen
- Die Voigtey dürfte indes jezt gegen 11000 rt. taxirt wurden, den Glenck
- hat auf eine Taxe angetragen —
Den Augenblick war Glenck hier. Er macht mir gröblich vorwürfe, daß ich ihm um seinen Vermögen bringen wolte. Ewer Durchlaucht sollen ihm selbst gesagt haben. Daß ich höchst Ihm Vorwürfe gemacht hätte daß höchst sie dem Glenck zuviel geschenckt hätten. Ewr Durchlaucht verzeihen mirs gnädigst wann ich, und meine armen, Kinder nicht noch zu vaterlosen Waisen zu machen, indem ich mich schier todt ärgern muß — die Feder in allen diesen Geschäften niederlegen Gerne mögte ich Euer Durchlaucht alles Erden Glück erringen, und man Gut und Blut für Ewr Durchlaucht hingeben — aber Brandmarken Laich mich von Glenck und Rochlitz nicht laßen Die Menschen hier alle werden Confuse — den jezt hat Glenck hier disponirt, es ist zum Theil meinen Verordnungen entgegen — ich will nicht laut darüber werden, den man möchte sonst denken ich drängte mich an seinen Plazz — indes leidet dadurch meine Ehre und Ewr Durchlaucht Intresse Der Justiz Bürgermeister Schenck bittet um baldige VerhaltungsBefehle wegen den Wrąbczyner Gründen, weil er sonsten mit der Taxa nicht weiter fort kan, dem Dominio bleiben jezt bey Wrąbczyn mit 53 Morgen — da kan die Taxa nicht sehr hoch ausfallen Die Voigtey dürfte indes jezt gegen 11,000 rt. taxirt wurden, den Glenck hat auf eine Taxe angetragen —


