Traces in the Sand

Document 131 · Letter

19 May 1804

Berlin

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld says he has found nothing in Berlin but fraud and lies: without his coming Your Serene Highness would have been taken in, and not a Heller is to be expected from there. He means to return to Frankfurt on the 20th, to conclude matters with Leixner over Kamionna and to secure the funds needed for Koszęcin. He says hopes are held out rather for the estates, since the King does not wish to give away any money. In the Broniewski matter the arrest is to be accepted as soon as the causae arresti have been shown.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
Page 1lines 1-20
  1. 131
  2. Durchlauchtigſter Fürſt
  3. Gnädigster Fürst und Herr!
  4. Ich bin seit gestern hier in Berlin und habe bereits alles durchspüht wo
  5. Quellen des Trostes rinnen solten. Leider aber finde ich lauter Pfüzzen
  6. woraus Schwindeleine und Bosheit quilt —
  7. Alle hiesig gemahlte Aus und Ansichte sind teuflische Lügen — Ewr
  8. Hochfürstliche Durchlaucht wären, wann ich nicht hergekommen wäre auf
  9. immer angeführt gewest. — Den von hier war auf keinen Heller zu
  10. rechnen.
  11. Jezt stehen die Sachen so — Morgen Abend / das ist den 20ten / gehe
  12. ich nach Frankfurth zurück und schließen, wann anders alles so bleibe
  13. mit Leixner wegen Kemen ab und sichere die Gelder so wegen
  14. Koschentin nötig, und solte ich meine Seeligkeit mit verschreiben
  15. Hier werde ich alles so einleiten daß Ewr Durchlaucht Kol-
  16. tzig oder das Darlehn erhalten. Mann giebt aber mehr
  17. Hoffnung zu den Gütern weil der König kein Geld wegzugeben
  18. Lust hat / dem Rußland will absolut Krieg /.
  19. Die Sachen ſtehn hier ſo wunderlich daß jeder bider Mann
  20. den Kopf schüttelt. Indes läßt sich mehr als alles machen
Page 2lines 21-34
  1. Wegen die Broniewskische Sache ist es so weit gediehen, daß wan
  2. die Causas arresti nachgewiesen werden. Der Arrest Schlagen an
  3. genommen werden soll — Auch in dieser Sache ist so viel als
  4. nichts gethan ohnerachtet man dies dings so hoch preiset —
  5. Auf die Causas Arresti kan es ohne 2000 rt in f. d'or an — hätte
  6. Mell[itz?]: und Glenck dies längst bei rechten Nahmen genannt so
  7. wäre dies längst ohne alle die Geschichte entschieden gewust
  8. Die Post will fort ich werde alles treulich um bestens ab
  9. machen dies betheuert
  10. Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
  11. Berlin den 19 ten May
  12. 1804.
  13. treuer Knecht
  14. v Triebenfeld