Traces in the Sand

Document 13 · Letter

21 February 1815

Vienna

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld urgently asks for 200 # and two blank forms signed in French. He says he owes Barbe 145 # and needs a coat, and that the papers are losing much of their value. The Prince is willing to have 100 # advanced to him, to be repaid to the treasury. Having had no news for three and a half weeks, he says he is living on water and bread. According to a report, H. wants Adolph to buy Koszęcin, which is said to yield 55/m Rthl a year. Triebenfeld compares it with Sławięcice.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
Page 1lines 1-34
  1. 13
  2. Für Ewr Durchlaucht ganz allein.
  3. Die Sache ist nicht zum Besten ad Protocollum gegeben, wichtigen Dinge sind über
  4. gangen und andere sind vorzüglich durchgezogen die in der Geschichte nicht
  5. gehören — so ist die Adolphsche Angelegenheit — kurzelt H. Cosmar und einen
  6. und den andern Fach den ist er überall von selbst verlohren. Es war nicht
  7. nöthig darum das Werk weitläuflich zu machen — Allein wie ich merke will
  8. der gute Hahn, das Adolph den Händen des Bosewichts entrißen wird, daß der König
  9. hernach Adolph für Majoram erklären solle und den soll Adolph Koschentin
  10. Kaufen — Koschentin hängt H sehr am Herzen — er schreibt daß es 55/m rt jährlich trage —
  11. gefaß spiele im jeder mit seine Puppe, ich werde handeln —
  12. Die Frage aber entsteht den doch hier — ist Koschentin größer, beßer, und so viel
  13. nun bevor als Schlawenschitz, das mit Oppurg kaum 40000 rt tragen soll?
  14. Sehr schleun ist es daß die Menschen zu oft ihre Meinungen ändern — Geben
  15. und Gott des Pourtalès bald schreibt, den wird man wieder andere Seite aufziehe
  16. Nun meine Angelegenheit.
  17. An die Papiere ist viel verlohren, sie stehn hier schrecklich niedrig und fallen
  18. täglich man bekömt fast nichts mehr dafür in der Ducaten gilt schon über 15 fl
  19. und unser Thaler fünf fl. weniger 20 xzer — Es sind beinahe 400 rt an die 300 rt.
  20. verlohren. Barben bin ich 145 # baar schuldig — ich muß absolut mir einen Rock und
  21. Überock machen laßen den schon Bubken die Ellenbogen heraus die Elle gutes mittel Tuch
  22. kostet über 60 fl der Schneider verlangt an 38 # das sind schon 183 # Schicken Sie
  23. nun noch 200 # so bleiben mir 17 # Reise Geld — den die Lungen oder eigentl. die
  24. 1100 fl Papier Geld werden bald aufgefreßen sein
  25. Morgen läßt der Fürst mir 100 t# Vorschuß geben womit ich Barben einigermaßen
  26. in Ruhe bringe. Ich muß mich aber reversiren, daß ich die 100 # Vorschuß hier
  27. an der Casse abgeben werden — und hier muß wort gehalten werden.
  28. Ewr Durchlaucht bitte ich also ein Gottes Willen schicken die mir ja die 200 #
  29. sobald als möglich den sonsten verlöhre ich allen Credit bey die Männer welche
  30. allein helfen können und helfen sollen
  31. Erbarmen ſich Ewr Durchlaucht und ſchicken ja die 200 #
  32. auch noch sobald als möglich 2 französisch unterzeichnete
  33. Blanquets — ich dritte selbige wohl brauchen
  34. 21. Febr. 1815 [v Triebenfeld]
Page 2lines 35-50
  1. Gnädigsten Herr nun sind es 3 1/2 Woche daß ich keine Sylbe von Sie gesehen habe, und über 3 Wochen lebe ich wie
  2. der härteste Gefangen von Waßer und Brod und täglich 2 Töst ein schwarzen hafft ohne Zucker und Milch
  3. Nie will ich Gottes Antlitz schauen, wenn dies nicht wahr ist. Ich gehe schon wie ein Gerize umher — von meiner
  4. Krankheit bin ich größtentheils genesen aber sehr schwach und nun hungern ich — Gott bewahre mich nur vor einen Rückfall
  5. Helfen Sie mir bald aber ich unterliege der beiden. Barbe empfiehlt sich Ihnen ehrerbietigst — Er hat mir ver-
  6. sprochen das Geld zur Auslösung der Papiere anzuschaffen — auf habe desfals großen Kummer fordert es der Kanzler
  7. so müßen, die Pappiere schnelle eingereicht werden, und das geschieht sehen in ein paar Tage — was Eberhard meint
  8. daß der König die Schuld allein über sich nehmen, solle das geschieht nicht — Aber hergegeben wird was nöthig sein
  9. wird, und darauf gehen die 114000 rt. ab die Sie ſeit 1800 verlohren haben — B hatt mit den F H darüber
  10. sehr Nerveuse gesprochen — der Fürst haft Ihnen auf dieſon ein jährlich 6/m auch wohl 7 zu bewürken — und davon
  11. die Hälfte zu retten — das wäre ein schönes Capitälche — Es soll dies geheim bleiben, damit kein Böser Geist die
  12. Krällen einschlägt — Mann spricht wunderliches Zeug, und noch Vollerns geht hier vor — hatte ich Gelegenheit sie konte
  13. ich viel schreiben.
  14. Der gute Barbe hat einen andern Translator aufgefunden, der überſezt die ganze Acten für 15 Ducaten und die will
  15. er morgen geben. Sorgen Euer Durchlaucht aber daß den Mann befriediget wird. Er hilft gewiß viel ist wieder
  16. und gut — von Pourtalès ist noch keine Antwort weiter hier B sieht solche künftige Woche entgegen