Document 118a · Letter part of Document 118
10 February 1804 [supplied]
Wrocław (Breslau)
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Kunkel and 2 colonists from Oleśnica offer 1,500 Rthl and want a contract. Triebenfeld thinks them adventurers who could hardly pay the 17,000 Rthl at Martinmas and Midsummer, and he expects endless lawsuits. Only on the Prince's order will he have a contract drawn up. Senior Steward Nerlich wants to take Trąbczyn or Zagórów on hereditary lease through Kunkel and has 80,000 Rthl in cash. Walichnowski asks what he is to pay. Urbanowski has requested the Trąbczyn valuation. Triebenfeld asks for instructions.
Kunkel und 2 Kolonisten aus Oleśnica bieten 1500 Rthl und wollen einen Vertrag. Triebenfeld hält sie für Glücksritter, die die 17000 Rthl zu Martini und Johanni kaum zahlen könnten, und rechnet mit endlosen Prozessen. Nur auf Befehl des Fürsten will er einen Vertrag entwerfen lassen. Oberamtmann Nerlich will durch Kunkel Trąbczyn oder Zagórów in Erbpacht nehmen und hat 80000 Rthl bar. Walichnowski fragt, was er zahlen soll. Urbanowski hat den Trąbczyner Anschlag angefordert. Triebenfeld bittet um Weisung.
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- Durchlauchtigſter Fürſt
- Gnädigſter Fürſt und Herr!
- In diesen Augenblick meldete sich bey mir ein gewißer Kunckel mit 2 Collonisten
- aus Olesnica.
- Die Leute wollen 1500 rt zahlen dagegen aber einen Contract vollzogen
- wißen.
- Ich habe die Menschen sondirt und zu prüfen gesucht woher ſie die Gelder zur
- Bezahlung der 17000 Rthl auf Martini und Johanni nehmen wollen.
- Es ſind wie ich finde Glücks Ritter, die auf ſeichte Speculationen bauen,
- die am Ende nicht zahlen können, und mit denen man endlose Prozeße bekommen
- wird.
- Befehlen Ewr Hochfürstliche Durchlaucht indes daß doch mit den Leuten, tro-
- Dieſen trüben Aussichten contrahirt werden ſoll, ſo laße ich dem Contract
- entwerfen und halte sie bis zu Höchst dero Zurückkunft auf.
- Übrigens habe ich den Kunckel bereits geſtimmt, daß er die Sache wird
- drehen laßen als Ewr Höchstfürstliche Durchlaucht Intresse am angemeßen
- ſten ſein wird.
- Kunckel hat von einem gewißen OberAmtman Nerlich einen Auftrag
- daß er ihm Trąbczyn oder Zagorowo in Erbpacht schaffen soll.
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Durchlauchtigſter Fürſt
Gnädigſter Fürſt und Herr!
In diesen Augenblick meldete sich bey mir ein gewißer Kunckel mit 2 Collonisten aus Olesnica.
Die Leute wollen 1,500 rt zahlen dagegen aber einen Contract vollzogen wißen.
Ich habe die Menschen sondirt und zu prüfen gesucht woher ſie die Gelder zur Bezahlung der 17,000 Rthl auf Martini und Johanni nehmen wollen. Es ſind wie ich finde Glücks Ritter, die auf ſeichte Speculationen bauen, die am Ende nicht zahlen können, und mit denen man endlose Prozeße bekommen wird.
Befehlen Ewr Hochfürstliche Durchlaucht indes daß doch mit den Leuten, tro- Dieſen trüben Aussichten contrahirt werden ſoll, ſo laße ich dem Contract entwerfen und halte sie bis zu Höchst dero Zurückkunft auf. Übrigens habe ich den Kunckel bereits geſtimmt, daß er die Sache wird drehen laßen als Ewr Höchstfürstliche Durchlaucht Intresse am angemeßen ſten ſein wird.
Kunckel hat von einem gewißen OberAmtman Nerlich einen Auftrag daß er ihm Trąbczyn oder Zagorowo in Erbpacht schaffen soll.
- Der Nerlich hat zu dieser Emplette 80000 rt baar die er in
- ein Jahr ganz auszahlen kan.
- Kunckel ist willig dies zu bewerckſtelligen um hierbei mehr als
- bey den Collonisten zu verdienen.
- Geruhen Ewr Hochfürstliche Durchlaucht mich nur gnädigst zu belehren
- wie ich die Sache behandeln ſoll.
- Walichnowski hat so eben geschrieben will ausführlich wißen
- was er gebe soll damit er keine unnötige Reise Kosten machen.
- Sonsten aber hat ein gewißer Urbanowski per Expresse
- nach den Trąbczyner Anschlag geschickt. Der verspricht ge-
- wis zu kommen und gleich viel Geld mitzubringen — kommt
- dieser ehender als Walichnowski so schließe ich mit den
- nach der mir gegebenen Weisung ab.
- In tiefsten Respect ersterbe
- Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
- Breslau den 10ten Febr. 1804.
- treuester Knecht
- v Triebenfeld
Der Nerlich hat zu dieser Emplette 80,000 rt baar die er in ein Jahr ganz auszahlen kan.
Kunckel ist willig dies zu bewerckſtelligen um hierbei mehr als bey den Collonisten zu verdienen.
Geruhen Ewr Hochfürstliche Durchlaucht mich nur gnädigst zu belehren wie ich die Sache behandeln ſoll.
Walichnowski hat so eben geschrieben will ausführlich wißen was er gebe soll damit er keine unnötige Reise Kosten machen. Sonsten aber hat ein gewißer Urbanowski per Expresse nach den Trąbczyner Anschlag geschickt. Der verspricht gewis zu kommen und gleich viel Geld mitzubringen — kommt dieser ehender als Walichnowski so schließe ich mit den nach der mir gegebenen Weisung ab.
In tiefsten Respect ersterbe
Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
Breslau den 10ten Febr. 1804.
treuester Knecht
v Triebenfeld

