Document 111 · Letter
February 1801
Berlin
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld says he cannot raise the money to redeem the document, since Wildegansct is ruining all his credit in Berlin. He says he gave the friend who arranged the matter 300 Rthl as a deposit out of his travel money. He asks for an order for the 240 Friedrich d'or against 200 Rthl Courant, failing which he fears a nasty turn. He calls Köckritz and Zastrow true friends of the Prince. Because of the gossip he wants to keep himself in the background.
Triebenfeld kann das Geld zur Auslösung der Urkunde nicht aufbringen, da Wildegansct ihm in Berlin allen Kredit verderbe. Dem Freund, der die Sache vermittelt hat, gab er 300 Rthl als Angeld aus seinem Reisegeld. Er bittet um eine Anweisung auf die 240 f. d'or um 200 Rthl Courant, sonst drohe ein böser Streich. Köckritz und Zastrow nennt er wahre Freunde des Fürsten. Wegen des Geklätsches will er sich im Hintergrund halten.
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- Durchlauchtigster Fürst
- Gnädigster Herr!
- Ich habe das Geld zur Auslösung der Urkunde nicht aufbringen
- können, den Wildegansct verdirbt mir hier allen Credit —
- Drey hundert Rtrl habe ich an den Freund der die Sache
- gemacht, als Angeld gegeben — mehr kan ich von mein
- Reise Geld nicht mißen sonsten bleibe ich hier sizzen.
- Ist es Ewr Hochfürstliche Durchlaucht möglich so geruhen
- Hochstdieselben nur eine Anweisung auf die 240 f. d'or um
- 200 Rt Courant zu schicken, damit ich die Urkunde auslösen
- kan. Es könte sonsten ein böser Streich paßiren —
- Die Herrn Ob. v K[öckritz]. und v. Z[astrow]. sind gewis Ewr Durchlaucht
- wahren Freunde, ich bin auch gewis daß alles sehr gut
- werden wird. Indes ist das Geklätsche hier jezt so
- arg daß ich vor der Hand nur immer so von weiten
- stehn, und besonders werde ich mich um eines Menschs
- Willen im hinter Grunde halten, und so kalt wie möglich handeln
- In tiefer Submission ersterbe
- Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
- Berlin d. 10t Febr. 1801.
- treuester Knecht
- v Triebenfeld
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Durchlauchtigster Fürst
Gnädigster Herr!
Ich habe das Geld zur Auslösung der Urkunde nicht aufbringen können, den Wildegansct verdirbt mir hier allen Credit — Drey hundert Rtrl habe ich an den Freund der die Sache gemacht, als Angeld gegeben — mehr kan ich von mein Reise Geld nicht mißen sonsten bleibe ich hier sizzen. Ist es Ewr Hochfürstliche Durchlaucht möglich so geruhen Hochstdieselben nur eine Anweisung auf die 240 f. d'or um 200 Rt Courant zu schicken, damit ich die Urkunde auslösen kan. Es könte sonsten ein böser Streich paßiren — Die Herrn Ob. v K[öckritz]. und v. Z[astrow]. sind gewis Ewr Durchlaucht wahren Freunde, ich bin auch gewis daß alles sehr gut werden wird. Indes ist das Geklätsche hier jezt so arg daß ich vor der Hand nur immer so von weiten stehn, und besonders werde ich mich um eines Menschs Willen im hinter Grunde halten, und so kalt wie möglich handeln In tiefer Submission ersterbe
Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
Berlin d. 10t Febr. 1801.
treuester Knecht
v Triebenfeld
