Document 110 · Letter
7 February 1801
Berlin
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld reports that he believes he has concluded the business concerning the deeds for all the church estates. Should his stay be prolonged, he intends to send them to Wrocław by the next post. At first two and a half times the amount was demanded; now he is paying only 240 Friedrich d'or and about 200 Rthl. He says he has borrowed the money from the Privy Senior Councillor of Accounts Mathias, who needs it back in 14 days. He asks the Prince to authorise payment soon.
Triebenfeld meldet, er glaube, das Geschäft wegen der Urkunden über sämtliche geistliche Güter abgeschlossen zu haben. Sollte sich sein Aufenthalt hinziehen, will er sie mit der nächsten Post nach Wrocław schicken. Anfangs verlangte man das 2½-fache, jetzt zahlt er nur 240 Fr d'or und etwa 200 Rthl. Das Geld hat er beim Geheimen Ober Rechnungsrath Mathias geliehen, der es in 14 Tagen zurück braucht. Er bittet den Fürsten, es bald anzuweisen.
- 110
- Durchlauchtigster Fürst
- Gnädigster Fürst und Herr!
- Das Geschäft wegen der Urkunden über sämtliche Geistliche Güter glaube
- ich zur Zufriedenheit Ewr Hochfürstliche Durchlaucht abgemacht zu haben
- und wann sich nun Aufenthalt hier in die Lange ziehen solte, so
- sende ich selbige mit ehester Post nach Breslau ab —
- Ubrigens gestehe ich daß mich die erste Entree in dieser Sache
- das Herz ſehr bewegte, den man prætendirte noch 2½ mahl
- so viel als für die erstere, weil man den Werth in die
- erste Ministerial Bericht so angegeben hatte.
- Jezt zahle ich aber nur 240 Fr d'or und etwan 200 rt. das
- Geld habe ich von dem Geheimen Ober Rechnungsrath Mathias
- geborgt der es in 14 Tage wieder haben muß.
- Geruhen Ewr Hochfürstliche Durchlaucht ja dies Geld baldigsten
- anzuweisen, damit ich solches bey meinen Hiersein noch wieder
- abgeben kan — ich hofte ſelbſt hier viel Gelder zu erhalten,
- bekomme aber leider vor künftige Johanni keinen Groschen.
- Morgen frühe werde ich in Ewr Durchlaucht andern Sache
- viel erfahren und es mit zu künftiger Post unterthänigst
- melden. In tiefster Submission ersterbe als
- Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
- NB. statt 14175 — und 1500 —
- Berlin den 7ten Febr.
- 1801.
- treuer Knecht
- v Triebenfeld
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Durchlauchtigster Fürst
Gnädigster Fürst und Herr!
Das Geschäft wegen der Urkunden über sämtliche Geistliche Güter glaube ich zur Zufriedenheit Ewr Hochfürstliche Durchlaucht abgemacht zu haben und wann sich nun Aufenthalt hier in die Lange ziehen solte, so sende ich selbige mit ehester Post nach Breslau ab — Ubrigens gestehe ich daß mich die erste Entree in dieser Sache das Herz ſehr bewegte, den man prætendirte noch 2½ mahl so viel als für die erstere, weil man den Werth in die erste Ministerial Bericht so angegeben hatte. Jezt zahle ich aber nur 240 Fr d'or und etwan 200 rt. das Geld habe ich von dem Geheimen Ober Rechnungsrath Mathias geborgt der es in 14 Tage wieder haben muß. Geruhen Ewr Hochfürstliche Durchlaucht ja dies Geld baldigsten anzuweisen, damit ich solches bey meinen Hiersein noch wieder abgeben kan — ich hofte ſelbſt hier viel Gelder zu erhalten, bekomme aber leider vor künftige Johanni keinen Groschen. Morgen frühe werde ich in Ewr Durchlaucht andern Sache viel erfahren und es mit zu künftiger Post unterthänigst melden. In tiefster Submission ersterbe als Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
NB. statt 14,175 — und 1500 —
Berlin den 7ten Febr.
1801.
treuer Knecht
v Triebenfeld
