Document 34 · Letter
18 April 1808
Wrocław (Breslau)
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld calls Honrichs's submission boundless nonsense: he says Honrichs never answered any of 21 letters and delivered neither money nor account. He says that after Schmid's death he engaged Hecker at 600 Rthl a year plus an allowance in kind, since the French authority wants to have the arrears collected and proof attested by a court is needed for that. His chief concern is the repayment of the money borrowed for the Invalids' Fund and the return of Zastrow's bill of exchange and mortgage.
Triebenfeld nennt die Eingabe von Honrichs grenzenlosen Unsinn: Auf 21 Briefe habe dieser nie geantwortet und weder Geld noch Rechnung geliefert. Nach Schmids Tod habe er Hecker für jährlich 600 Rthl und Deputat angestellt, da die französische Behörde die Reste beitreiben lassen wolle und dafür gerichtlich attestierte Nachweise nötig seien. Hauptsorge ist die Rückzahlung der für die Invaliden Casse geborgten Gelder und die Rückgabe von Zastrows Wechsel und Hypotheque.
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- Durchlauchtigster Fürst
- Gnädigster Fürst und Herr
- Ew. hochfürstliche Durchlaucht höchstverehrtes Schreiben vom 7 ten der erhalte ich mit dem
- Beilagen so eben, und erwiedere darauf ganz gehorsamst daß des Honrichs Anbringen ein
- Granzenloser Unsinn ist, der aber von Euer Durchlaucht gleich so beantwortet worden, als es
- der Kerl verdient
- Ich hatte 21 Briefe an den Buben theils durch reitende und Fußboten geschrieben, nie aber auf
- wortete mich der Mensch — ich ward hier und da gedrängt müste Kosten allerley Art durch dem
- Profeßor Rhoda bezahlen laßen, von Honrichs aber erhielt ich weder Geld, Nachweis oder ir-
- gend eine Sylbe Rechnung — da Schmid todt war und aller Nachfragen nun umsonst wäre
- entschloß ich mich andere Menschen dorten anzustellen, die treu waren und zusammen genommen
- weniger Kosten solten als Schanck allen — ich that dies umsamme da sich die französische
- Behörde zu Gunsten meiner dorten verwenden und die Reste zum Theil beitreiben laßen wolte.
- dazu würde nun die Rechnungen und Gerichtlich attestirte Nachweisungen erfordert.
- und zu dem Ende engagirte ich Heckern der jährl. 600 rt. und etwas Deputat wie Tietz erhält
- sonsten aber weiter keinen heller — wie kan solcher Bude sage, der Mensch wird jähr[lich]
- 10/m rt Kosten — der Bösmacht kostet sie bisher, und nun ärgert er sich daß ihn Hecker
- im Wege tritt. Etwas hatt Hecker von Nachweisungen der Vorschüße schon eingeschickt.
- Ewr Durchlaucht decidirtes Schreiben wird dem Honrichs nun wohl den Muth benehmen
- die Papiere länger zurück zu halten, und habe ich die Nachweisungen den werde ich hier Mannen
- aufbiete die schon würken werden — von unsern Behörden darf man sich durchaus keine Hülfe von
- sprechen, das sieht traurig aus — Es sey dem jener Freund thut in Kurzen noch für die Gmacher was
- Sorgen Ewr Durchlaucht nur daß Sie dorten wie ich in allen meinen 6 Briefen geschrieben habe,
- das Geld erhalten. Die erste Nachricht darüber wird mich neue Kräfte geben, um nach
- Gringen zu kommen, und dan soll Ihnen vieles helle werden.
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Durchlauchtigster Fürst
Gnädigster Fürst und Herr Ew. hochfürstliche Durchlaucht höchstverehrtes Schreiben vom 7 ten der erhalte ich mit dem Beilagen so eben, und erwiedere darauf ganz gehorsamst daß des Honrichs Anbringen ein Granzenloser Unsinn ist, der aber von Euer Durchlaucht gleich so beantwortet worden, als es der Kerl verdient Ich hatte 21 Briefe an den Buben theils durch reitende und Fußboten geschrieben, nie aber auf wortete mich der Mensch — ich ward hier und da gedrängt müste Kosten allerley Art durch dem Profeßor Rhoda bezahlen laßen, von Honrichs aber erhielt ich weder Geld, Nachweis oder irgend eine Sylbe Rechnung — da Schmid todt war und aller Nachfragen nun umsonst wäre entschloß ich mich andere Menschen dorten anzustellen, die treu waren und zusammen genommen weniger Kosten solten als Schanck allen — ich that dies umsamme da sich die französische Behörde zu Gunsten meiner dorten verwenden und die Reste zum Theil beitreiben laßen wolte. dazu würde nun die Rechnungen und Gerichtlich attestirte Nachweisungen erfordert. und zu dem Ende engagirte ich Heckern der jährl. 600 rt. und etwas Deputat wie Tietz erhält sonsten aber weiter keinen heller — wie kan solcher Bude sage, der Mensch wird jähr[lich] 10/m rt Kosten — der Bösmacht kostet sie bisher, und nun ärgert er sich daß ihn Hecker im Wege tritt. Etwas hatt Hecker von Nachweisungen der Vorschüße schon eingeschickt. Ewr Durchlaucht decidirtes Schreiben wird dem Honrichs nun wohl den Muth benehmen die Papiere länger zurück zu halten, und habe ich die Nachweisungen den werde ich hier Mannen aufbiete die schon würken werden — von unsern Behörden darf man sich durchaus keine Hülfe von sprechen, das sieht traurig aus — Es sey dem jener Freund thut in Kurzen noch für die Gmacher was Sorgen Ewr Durchlaucht nur daß Sie dorten wie ich in allen meinen 6 Briefen geschrieben habe, das Geld erhalten. Die erste Nachricht darüber wird mich neue Kräfte geben, um nach Gringen zu kommen, und dan soll Ihnen vieles helle werden.
- Mein größter Gräne und Sorge ist, daß ich erst die geborgte Gelder für die Invaliden Casse abgezahlen,
- und des Hrrn v Zastrow bey seinen Wechsel und verpfändete Hypotheque zurück geben kan. Schonau
- und Schande würden mich zu Boden drüken von dies unterbliebe. Es muß alles aufgeboten
- werden, daß dies berichtiget wird
- Die Briefe in Amelang und Kopp habe ich immer noch hinter mir weil besonders lezterer
- noch nicht zurück ist — ich zweifle aber sehr an deßen Hülfe —
- Noch liege ich elend krank Gram und Kummer reibe mich schier auf. Die Invaliden Geschichte hat meine
- Gesundheit einen großen Stoß gegeben. Es kan sein, daß die Berichtigung deßen viel zu meiner Ge-
- nesung beiträgt. — Noch mehr aber wenn ich Eure Durchlaucht selbst sehen und so rechnen werde. Da
- soll Ihm bald alles soll werden. Kurz wenn Eier Durchlaucht dorten Geld haben können, so kommen
- ich hin cedire die Hypotheque von 250/m rt und sowohl Ihr als mein Kummer ist sofort über
- all gehoben. In tiefsten Respect ersterben
- Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
- Ich weis nicht ob ich meine Briefe auch recht
- Addresion es dauret immer so lange ehn
- ich mit einer Antwort darauf begnadigt werde
- Ich habe die Überschläge und andere Gerichtlich
- vidimirte Piecen gesandt — ich habe in drey —
- dies ist der M[?]urte Brief — alles wie es ist und
- was zu Ewr Durchlaucht Nutzen geschehen kan, ge-
- schildert — auf allen diesen aber habe ich noch
- keine Sylbe Antwort.
- Breslau den 18ten April
- 1808.
- treu gehorſamſter Diener
- v Triebenfeld
Mein größter Gräne und Sorge ist, daß ich erst die geborgte Gelder für die Invaliden Casse abgezahlen, und des Hrrn v Zastrow bey seinen Wechsel und verpfändete Hypotheque zurück geben kan. Schonau und Schande würden mich zu Boden drüken von dies unterbliebe. Es muß alles aufgeboten werden, daß dies berichtiget wird Die Briefe in Amelang und Kopp habe ich immer noch hinter mir weil besonders lezterer noch nicht zurück ist — ich zweifle aber sehr an deßen Hülfe — Noch liege ich elend krank Gram und Kummer reibe mich schier auf. Die Invaliden Geschichte hat meine Gesundheit einen großen Stoß gegeben. Es kan sein, daß die Berichtigung deßen viel zu meiner Genesung beiträgt. — Noch mehr aber wenn ich Eure Durchlaucht selbst sehen und so rechnen werde. Da soll Ihm bald alles soll werden. Kurz wenn Eier Durchlaucht dorten Geld haben können, so kommen ich hin cedire die Hypotheque von 250/m rt und sowohl Ihr als mein Kummer ist sofort über all gehoben. In tiefsten Respect ersterben Ewr Hochfürstliche Durchlaucht Ich weis nicht ob ich meine Briefe auch recht Addresion es dauret immer so lange ehn ich mit einer Antwort darauf begnadigt werde Ich habe die Überschläge und andere Gerichtlich vidimirte Piecen gesandt — ich habe in drey — dies ist der M[?]urte Brief — alles wie es ist und was zu Ewr Durchlaucht Nutzen geschehen kan, geschildert — auf allen diesen aber habe ich noch keine Sylbe Antwort.
Breslau den 18ten April
1808.
treu gehorſamſter Diener
v Triebenfeld

