Document 294 · Letter
7 June 1815
Vienna
Bisenti[?], not identified → Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent
Bisenti reports on negotiations with the Duchess of Żagań concerning her claim of 30,000 Rthl or 100,000 # in Gold. She hopes, he says, that the King will pay the whole sum himself. As long as she is not told from higher quarters that he will not pay, Bisenti can do nothing. After that he expects a settlement on the offer of 150,000 Rthl made to her, subject to ratification from above. He asks Triebenfeld to see that the heiresses are told this openly.
Bisenti berichtet über Verhandlungen mit der Herzogin von Żagań wegen ihrer Forderung von 30000 Rthl oder 100000 # in Gold. Sie hofft, dass der König allein zahlt. Solange ihr nicht von höherer Seite gesagt wird, dass er nicht zahlt, kann Bisenti nichts unternehmen. Danach erwartet er einen Vergleich auf das ihr gemachte Angebot von 150000 Rthl, vorbehaltlich höherer Ratifikation. Er bittet Triebenfeld, dafür zu sorgen, dass man den Erbinnen dies offen sagt.
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- Hochwohlgebohrner Herr!
- p. p.
- Ew Hochwohlgeb. wißen, daß ich mit
- der Herzogin von Sagan wegen ihrer Forderung p.
- 30000 rt, oder 100000 # in Gold, wovon sie stets spricht,
- rücksprache gehalten habe; so lange nun aber die
- Herzogin nach Ihrer mir gemachten Aussage in den
- Wahn stehet, und nach der ihr gemachten Versprechung in
- der gewißen Hoffnung lebet, als wenn Sr Majestät der
- König allein diese Summa bezahlen wird; so kann ich
- vor der Hand in dieser Sache nichts unternehmen, bis
- ihr von höheren Seits gesagt wird, daß Sr Majestät der
- König nicht zahlet: wenn dieſes geſchiehet, dann kann ich
- nach ihren Äußerungen Ew. Hochwohlgebohrn mit Zuver-
- sicht versichern, daß sie gern und willig sich vergleichen
- wird, und daß ich nach der ihr gemachten Offerte per
- 150000 Rt die Sache bis zur höheren ratification abzu-
- schließen glaube.
- Ew. Hochwohlgebohren haben, daher
- die Gütte und leiten alles in den Weg, daß nun die
- Erbinnen gerade hin gesagt wird, wie es der König schon
- gethan hat, daß er durchaus nichts zahlet, dann ist die
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Hochwohlgebohrner Herr!
p. p.
Ew Hochwohlgeb. wißen, daß ich mit der Herzogin von Sagan wegen ihrer Forderung p. 30000 rt, oder 100,000 # in Gold, wovon sie stets spricht, rücksprache gehalten habe; so lange nun aber die Herzogin nach Ihrer mir gemachten Aussage in den Wahn stehet, und nach der ihr gemachten Versprechung in der gewißen Hoffnung lebet, als wenn Sr Majestät der König allein diese Summa bezahlen wird; so kann ich vor der Hand in dieser Sache nichts unternehmen, bis ihr von höheren Seits gesagt wird, daß Sr Majestät der König nicht zahlet: wenn dieſes geſchiehet, dann kann ich nach ihren Äußerungen Ew. Hochwohlgebohrn mit Zuversicht versichern, daß sie gern und willig sich vergleichen wird, und daß ich nach der ihr gemachten Offerte per 150,000 Rt die Sache bis zur höheren ratification abzuschließen glaube.
Ew. Hochwohlgebohren haben, daher die Gütte und leiten alles in den Weg, daß nun die Erbinnen gerade hin gesagt wird, wie es der König schon gethan hat, daß er durchaus nichts zahlet, dann ist die
- Sache so gut als abgemacht anzusehen.
- schlüßlich bemerken ich noch hiebei, daß
- Sie mich ersuchet hat, ihr von Zeit zur Zeit zu besuchen
- bis sie eine bestimmte Nachricht erhalten wird, wo dann sie
- sich näher erklären wird.
- die Herzogin bleibt hier in Wien
- und gehet diesen Monath nach Banden um das Baad zu
- gebrauchen.
- der ich die Ehre habe mit aller Hochachtung
- zu ſeyn.
- Ew. Hochwohlgebohren
- Wien
- den 7 Junij 1815.
- ergebensterdiener
- [G/J?] Bisenti
Sache so gut als abgemacht anzusehen. schlüßlich bemerken ich noch hiebei, daß Sie mich ersuchet hat, ihr von Zeit zur Zeit zu besuchen bis sie eine bestimmte Nachricht erhalten wird, wo dann sie sich näher erklären wird. die Herzogin bleibt hier in Wien und gehet diesen Monath nach Banden um das Baad zu gebrauchen.
der ich die Ehre habe mit aller Hochachtung zu ſeyn.
Ew. Hochwohlgebohren
Wien
den 7 Junij 1815.
ergebensterdiener
[G/J?] Bisenti

