Document 291 · Letter
24 May 1815
Vienna
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld reports that a cabinet order of 27 April commands the immediate payment of the 100,000 Rthl to Prince August. He says the compensation for the Polish estates has been decided by Minister Wilhelm von Humboldt, but that the manner and timing depend on the Emperor. Stein, Worowzow and Nesselrode are working for it. Cosmar is to deposit the Prince's money at once, failing which he faces arrest and a supervisor. In the military matter there is nothing new. Triebenfeld urgently asks for money.
Triebenfeld meldet, dass eine Cabinets Ordre vom 27. April die sofortige Auszahlung der 100000 Rthl an Fürst August befiehlt. Die Entschädigung für die polnischen Güter sei durch Minister Humboldt entschieden, das Wie und Wann hänge aber vom Kayser ab. Stein, Worowzow und Nesselrode setzen sich dafür ein. Cosmar soll die Gelder des Fürsten sofort hinterlegen, sonst drohen ihm Arrest und ein Oberaufseher. In der Militärsache gibt es nichts Neues. Triebenfeld bittet dringend um Geld.
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- Durchlauchtigster Fürst
- p. p.
- so eben habe ich noch die Cabinets Ordre vom
- 27ten April in den Händen gehabt, wornach der König
- die Prompteste Auszahlung der 100000 rt an fürst
- August mit das allerschleunigste befohlen hat und an
- Kircheisen gesanndt, den 6. May ist dieses nach
- dem Fürsten August bekannt gemacht was Er obso-
- liet schon längst haben muß, dieses Sache stoff durch-
- aus nichts mehr entgegen, und hierdurch ist alles ge-
- wonnen, es sey denn daß Gott dem guten Fürst
- August seinem Vater zur Geisel geschaffen und
- Ihn mit blindheit geschlagen hätte. Die Entschädigung
- ungs Sache wegen der Pohlnischen Güter Angelegen-
- heiten ist nun durch Vermittlung des Minister Humboldt
- entschieden, daß wie, wenn u wo hängt nun von dem
- Kayser ab. Minister Stein hat sich schon alle erdenk-
- liche Mühe gegeben, auch Worowzow u Nesselrode haben
- angeklopft, aber noch hat der Kayser nichts bestimt
- Stein sagt geht es nicht hier so gelingt, mirs im Heilbronn
- Die Sache ist zu wichtig u kann nicht losgelassen werden
- dem 300000 rt ist kein Kinderspiel, in Ansehung Ihrer
- Sache mit Cosmar wird befohlen, daß er Ihre Gelder
- Absolut u sogleich deponiren soll widrigenfalls
- ihm sogleich Arrest trohet u ein Oberaufseher an-
- gestellt werden soll, die Sache liegt nur nach dem Kanzler
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Durchlauchtigster Fürst
p. p.
so eben habe ich noch die Cabinets Ordre vom 27ten April in den Händen gehabt, wornach der König die Prompteste Auszahlung der 100,000 rt an fürst August mit das allerschleunigste befohlen hat und an Kircheisen gesanndt, den 6. May ist dieses nach dem Fürsten August bekannt gemacht was Er obsoliet schon längst haben muß, dieses Sache stoff durchaus nichts mehr entgegen, und hierdurch ist alles gewonnen, es sey denn daß Gott dem guten Fürst August seinem Vater zur Geisel geschaffen und Ihn mit blindheit geschlagen hätte. Die Entschädigung ungs Sache wegen der Pohlnischen Güter Angelegenheiten ist nun durch Vermittlung des Minister Humboldt entschieden, daß wie, wenn u wo hängt nun von dem Kayser ab. Minister Stein hat sich schon alle erdenkliche Mühe gegeben, auch Worowzow u Nesselrode haben angeklopft, aber noch hat der Kayser nichts bestimt Stein sagt geht es nicht hier so gelingt, mirs im Heilbronn Die Sache ist zu wichtig u kann nicht losgelassen werden dem 300,000 rt ist kein Kinderspiel, in Ansehung Ihrer Sache mit Cosmar wird befohlen, daß er Ihre Gelder Absolut u sogleich deponiren soll widrigenfalls ihm sogleich Arrest trohet u ein Oberaufseher angestellt werden soll, die Sache liegt nur nach dem Kanzler
- Zur unterschrifft vor des weitern ob Sie
- oder der König die 30000 rt bezahlen sollen wird
- sich dem finden wenn man uns nicht mehr die Hr:
- wittert — Verzeyung.
- wegen ihrer Militairischen Sache ist noch gar nichts gesagt,
- Der Fürst Kanzler Schreibt sich jenes Journal alles selbst
- zu in daher ist nichts zu erfahren oder zu verathen.
- der König geht vom 25ten zum 26ten in der Nacht ab Er
- geht noch Berlin und da gerade nach Heilbronn, der
- Fürst Kanzler folgt Ihm baldt ich eile dann zu
- Ihnen um das weitere zu besorgen, gerettet
- Sind u werden Sie. Der König v. Würtemberg
- spielt eine große Rolle, die Mediatisirten sind im
- Böckel gelegt es seye dann die Zeiten ändern sich
- den der Kronprinz v. Würtemberg Heirathet die
- Prinzeß v Oldenburg, es sind eigene Zeiten.
- Koppe ist im Hanöreischen Angestellt ich werde vom
- Minister Stein erfahren wo. Schreiben für Durchl. um
- nicht mehren mich denn ich gehe ab, wenn Hardenberg
- und Stein abgehn, traurig aber wäre es wenn
- Sie mir kein Geld schickten, wie ich durch Adolph
- Both denn ich wüßte nicht wie ich hier fortkommen
- sollte. ewig bleibe ich Ewr Durchlaucht
- Wien den 24ten May 1815
- treu gehorsamer diener
- v Triebenfeld
Zur unterschrifft vor des weitern ob Sie oder der König die 30,000 rt bezahlen sollen wird sich dem finden wenn man uns nicht mehr die Hr: wittert — Verzeyung.
wegen ihrer Militairischen Sache ist noch gar nichts gesagt, Der Fürst Kanzler Schreibt sich jenes Journal alles selbst zu in daher ist nichts zu erfahren oder zu verathen. der König geht vom 25ten zum 26ten in der Nacht ab Er geht noch Berlin und da gerade nach Heilbronn, der Fürst Kanzler folgt Ihm baldt ich eile dann zu Ihnen um das weitere zu besorgen, gerettet Sind u werden Sie. Der König v. Würtemberg spielt eine große Rolle, die Mediatisirten sind im Böckel gelegt es seye dann die Zeiten ändern sich den der Kronprinz v. Würtemberg Heirathet die Prinzeß v Oldenburg, es sind eigene Zeiten. Koppe ist im Hanöreischen Angestellt ich werde vom Minister Stein erfahren wo. Schreiben für Durchl. um nicht mehren mich denn ich gehe ab, wenn Hardenberg und Stein abgehn, traurig aber wäre es wenn Sie mir kein Geld schickten, wie ich durch Adolph Both denn ich wüßte nicht wie ich hier fortkommen sollte. ewig bleibe ich Ewr Durchlaucht Wien den 24ten May 1815
treu gehorsamer diener
v Triebenfeld

