Document 206 · Letter
16 September 1810
Wrocław (Breslau)
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld warns of dangers, advises expecting nothing from the government, and says he will travel to Petersburg if need be. He says Knobelsdorff's exchange is secure. As for the 35/m Rthl, he says Eberhard's schedule is missing. Scharnhorst spoke at length in Koźle on the Prince's account; a sum of money offered to him should be refused. On the 2nd Triebenfeld intends to go to Poland: Cabanis is to prove on oath which lands belong to Zagórów, all contracts are to be produced, every hereditary tenant and colonist is to acknowledge what has been paid and what is in arrears, and matters are to be settled with Honrichs.
Triebenfeld warnt vor Gefahren, rät, von der Regierung nichts zu erwarten, und will notfalls nach Petersburg reisen. Knobelsdorffs Tausch sei sicher. Wegen der 35/m Rthl fehle Eberhards Schema. Scharnhorst sprach in Cosel viel wegen des Fürsten; ein angebotenes Stück Geld soll dieser ablehnen. Am 2. will Triebenfeld nach Polen: Cabanis soll eidlich die zu Zagórów gehörenden Gründe beweisen, alle Contracte sollen vorgelegt werden, jeder Erbpächter und Colonist soll Gezahltes und Rückstände anerkennen, und mit Honrichs soll man sich auseinandersetzen.
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- Durchlauchtigſter Fürſt
- Gnädigster Fürst und Herr!
- Lombardini iſt nun dort geweſen, und Ewr Hochfürſtlich Durchlaucht wißen bereits
- alles — Ich mußte den Schleier wegreißen, um ins verborgene zu blicken.
- Ich glaubte als Ewr Hochfürstliche Durchlaucht einziger Verehrer und An-
- Hänger nichts verheben zu dürfen, und daher meldete ich Ihnen das was
- im Hinterhalt lauſcht, und welche Gefahren Ihnen edelſter der Menſchen
- drohen — Zagen Sie aber nicht — es wird willenen mahl beßer
- würden als Sie es ahnden — Bey dieser Regierung zählen Sie indes
- für sich auf nichts, ich kenne jezt alles — Von Norden her ſoll Ihnen
- so wahr ein Gott ist, Genugthuung werden — Nur jezt Geduld an Ruhe —
- Knobelsdorff, Tauscht wie die Beilage zeigt gewis — das weitere habe
- ich eingeleitet — Tatz kommt zum Wollmarckt zu mir, den über Trąbczyn
- das nöthige — Ich will Ihnen nur erst wegen Ihre Häusliche Sachen Luft machen,
- den gehe ich allenfals selbst nach Petersburg sie sollen edler
- Biderer Fürst noch mit den grösten Eclat gerächt werden —
- In Ansehung der 35/m rt muß geschrieben werden, der windige Eber-
- hard hat mir noch keine Sylbe geschickt — Scharnhorst hat viel
- Ewr Durchlaucht wegen in Cosel gesprochen — Mann hat erklärt
- daß man Ihnen allenfals ein Stück Geld geben wolle — das
- nehmen Sie biederer Fürst aber nicht an — Gerechte Rache soll Ihnen
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Durchlauchtigſter Fürſt
Gnädigster Fürst und Herr!
Lombardini iſt nun dort geweſen, und Ewr Hochfürſtlich Durchlaucht wißen bereits alles — Ich mußte den Schleier wegreißen, um ins verborgene zu blicken. Ich glaubte als Ewr Hochfürstliche Durchlaucht einziger Verehrer und AnHänger nichts verheben zu dürfen, und daher meldete ich Ihnen das was im Hinterhalt lauſcht, und welche Gefahren Ihnen edelſter der Menſchen drohen — Zagen Sie aber nicht — es wird willenen mahl beßer würden als Sie es ahnden — Bey dieser Regierung zählen Sie indes für sich auf nichts, ich kenne jezt alles — Von Norden her ſoll Ihnen so wahr ein Gott ist, Genugthuung werden — Nur jezt Geduld an Ruhe — Knobelsdorff, Tauscht wie die Beilage zeigt gewis — das weitere habe ich eingeleitet — Tatz kommt zum Wollmarckt zu mir, den über Trąbczyn das nöthige — Ich will Ihnen nur erst wegen Ihre Häusliche Sachen Luft machen, den gehe ich allenfals selbst nach Petersburg sie sollen edler Biderer Fürst noch mit den grösten Eclat gerächt werden — In Ansehung der 35/m rt muß geschrieben werden, der windige Eberhard hat mir noch keine Sylbe geschickt — Scharnhorst hat viel Ewr Durchlaucht wegen in Cosel gesprochen — Mann hat erklärt daß man Ihnen allenfals ein Stück Geld geben wolle — das nehmen Sie biederer Fürst aber nicht an — Gerechte Rache soll Ihnen
- werden, dafür hafte ich — Mit die 35/m rt muß man warten — wenn
- ich nur das Schema von Eberhard hätte —
- Glückt der Tausch und der ſchnelle Abſaz der Güter den lachen Sie
- im Voraus — Es wird alles gehen —
- Selbst Freund K[öckritz]: Prophezirt mit unsere Regi: ein seeliges Ende
- das fatulſte ist daß zu den Reiſen nur ſo viel Geld erfordert wird,
- ich muß von gei mal gei 3 frey stellen zu Petersdorff für
- 1800 rt verkaufen um nur Geld zu erhalten, ich verliere davon
- 3200 rthl — das muß aber durch den Handel heraus kommen —
- den 2ten gehe ich nach Pohlen um alles zu ebenen und Knobelsdorffen
- Plane alles voreiten zu können
- Nach meinem Plan soll Cabanis, eidlich beweisen wir viel Gründe zu
- Zagorowo gehören —
- 2tens sollen alle Contracte hin gelegt werden, was davon verurbeachtet
- und ausgethan, ist auch was noch zu etablirung neuer Vorwürde bleibt
- worauf Knobelsdorff, so sehr sieht.
- 3. Was irgends bezahlt ist und was noch aussteht — dies soll jeder
- Erbpächter und Collonist agnosciren.
- 4. Mit Honrichs sich aus ander sezzen damit Knobelsdorff ein Unter-
- kommen findet —
- Iſt dies erwirt den Kan kein Teufel gegen der Sache was einwenden.
- Ich werde dazu den Referendarius Sommer von Breslau unterſam
- und dorten einem Pohlnischen Rechts freund von der Prefectur erbitten
werden, dafür hafte ich — Mit die 35/m rt muß man warten — wenn ich nur das Schema von Eberhard hätte — Glückt der Tausch und der ſchnelle Abſaz der Güter den lachen Sie im Voraus — Es wird alles gehen — Selbst Freund K[öckritz]: Prophezirt mit unsere Regi: ein seeliges Ende das fatulſte ist daß zu den Reiſen nur ſo viel Geld erfordert wird, ich muß von gei mal gei 3 frey stellen zu Petersdorff für 1,800 rt verkaufen um nur Geld zu erhalten, ich verliere davon 3,200 rthl — das muß aber durch den Handel heraus kommen — den 2ten gehe ich nach Pohlen um alles zu ebenen und Knobelsdorffen Plane alles voreiten zu können Nach meinem Plan soll Cabanis, eidlich beweisen wir viel Gründe zu Zagorowo gehören — 2tens sollen alle Contracte hin gelegt werden, was davon verurbeachtet und ausgethan, ist auch was noch zu etablirung neuer Vorwürde bleibt worauf Knobelsdorff, so sehr sieht.
3. Was irgends bezahlt ist und was noch aussteht — dies soll jeder Erbpächter und Collonist agnosciren.
4. Mit Honrichs sich aus ander sezzen damit Knobelsdorff ein Unterkommen findet — Iſt dies erwirt den Kan kein Teufel gegen der Sache was einwenden. Ich werde dazu den Referendarius Sommer von Breslau unterſam und dorten einem Pohlnischen Rechts freund von der Prefectur erbitten
- auch den Ober Amtman Hegener zu ziehen, diese alles verfigiren
- laßen, den glaube ich muß selbst der Neid bey diese Sache
- versteinen —
- Nochmals theuerster Erhabenster Fürst sein Sie ruhig laßen Sie
- Gott walten, es wird alles gut werden.
- Ewig bleibe ich mit der unbegränzsteten Anhänglichkeit und der tiefsten
- Verehrung
- Ewr Hochfürstlichen durchlaucht
- Breslau
- d 16ten Sept
- 1810
- treu unterthänigster Diener
- v Triebenfeld
auch den Ober Amtman Hegener zu ziehen, diese alles verfigiren laßen, den glaube ich muß selbst der Neid bey diese Sache versteinen — Nochmals theuerster Erhabenster Fürst sein Sie ruhig laßen Sie Gott walten, es wird alles gut werden. Ewig bleibe ich mit der unbegränzsteten Anhänglichkeit und der tiefsten Verehrung Ewr Hochfürstlichen durchlaucht Breslau
d 16ten Sept
1810 treu unterthänigster Diener v Triebenfeld


