Traces in the Sand

Document 162 · Letter

24 February 1805

Kalisz (Kalisch)

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

A new order from the General Finance Department forbids the chambers to carry out revisions of court valuations without its prior knowledge. Triebenfeld traces it back to Prince George and Councillor of War Korn. He hopes for the permission that President v Goldbeck has applied for and that Amelang is to pursue in Berlin. He intends to submit the dismemberment plans. The Prince is asked to buy and send three busts and a washbasin for Goldbeck. The Oleśnica matter has gone back to the patrimonial court through Hussarzewski.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
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  1. 162
  2. Durchlauchtigster Fürst
  3. Gnädigster Herr!
  4. Ein seit 14 Tagen an alle hiesige Kammern erlaßener Befehl des
  5. General Finanz Departements hemmt den Gang meiner Geschäfte
  6. außerordentlich. und es kan lange dauern ehe ich mit Revision
  7. der Taxen am Ziele komme, wann solche anders noch verstat
  8. tet wird. die Ursach dieser neuen Schwierigkeiten
  9. ist der Prinz George mit den hiesigen Krieges Rath Korn.
  10. Ersterer hat sich vor einiger Zeit bey der Kalischen Kammer
  11. dem Korn als Revisor seiner Taxen über die in hiesigen, Posen
  12. ſchen, und andern Departements belegenen Güter erbeten,
  13. Die Kammer hatte dies auch accordirt. Da aber zum Unglück
  14. die gerichtliche Taxen, welche revidirt werden solten, von Korn selbst
  15. gefertigt wären, und in dem Abord angefochten würden, so
  16. müste dies dem Departements Cheff vorgelegt werden
  17. entrüstet über diese Schwindelen, daß ein Mittglied der Kammer
  18. die Taxen welche er selbst gemacht, und gegen denen man so viel
  19. Ausstellungen macht, revidiren und die Kammer verantwortlich
  20. machen solle, erlies der Minister den Befehl, daß
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  1. daß keiner Kammer, ohne Vorwißen des Gen[eral]. Finanz De-
  2. partements, mehr erlaubt sein solle Revisionen einer
  3. gerichtliche Taxe zu veranlaßen, wobey die revision
  4. der Prinz Georgischen Sachen sogleich für immer untersagt
  5. würde. Der H. Prasident v Goldbeck hat indes ſo
  6. gleich an das p Departement geschrieben, und die Er-
  7. laubnis nachgesucht. Ich habe dies zu Estaffette
  8. nach Berlin gesandt, und zugleich Amelang und Langens[?]
  9. gebeten die Erlaubnis bewürken zu helfe und dafür
  10. zu sorgen, daß selbige schleunigst hierher geschickt
  11. würde. Es steht nun zu erwarten, ob der hämische Voss
  12. die Revision nachgeben wird.
  13. Ich muß indes hier vor Anker liegen und die Antwort abwar-
  14. ten. Unter des werde ich die Dismembrations Pläne zur
  15. Approbation einreichen, und in dieser Sache alles ebene.
  16. Der Hrr v Goldbeck war anfänglich sehr Bau, zuletzt
  17. machte er mir Vorwürfe, daß ich ihm nicht zu der Starostey
  18. Strehlitz geholfen hätte die hernach Dolfs erhielt und die ihm
  19. der Minister so vest zugesagt habe. Den Beweis daß
  20. ich alles für ihm gethan, ward mir nicht schwer zu führen
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  1. und wir einigte uns wieder
  2. Er wünscht sehr baldigst drey branzirte Büsten, die er
  3. auf sein Repositorium sezzen will, zu haben. Des gleiches
  4. hat er mich gebeten ihm baldigst ein Lavoir zu verschaffen
  5. um sich seinen Kränkh unterleib täglich waschen zu können
  6. Haben Ewr Durchlaucht doch die Gnade und laßen drey Büsten
  7. der Art, so wie auch ein Lavoir kaufen und schicken mir
  8. dies mit erster Post hierher. Das Lavoir bekömt man
  9. in die Tischler Magazine.
  10. Ich mögte dem guten Mann gerne rechtschnell damit überaschun
  11. Die Olesnicer Sache ist durch die freundschaftliche Vermittelung
  12. des Herrn v. Hussarzewski an das Patrimonial Gericht
  13. zum Entscheid zurück gesandt; dies ist für uns eine große
  14. Satisfaction — Ich werde jezt die schnellste Betreibung der
  15. Sache bewürken, und unter des Lichnowski beruhigen, um
  16. mit Muße dismembriren zu können Gebe nur der Himmel
  17. daß ich die Erlaubnis zur Revision der Taxen baldigst erhalten
  18. die verfluchte Schwindeleien des Pr Georg haben schon viel
  19. Terreur gemacht, und werden noch viel Unglück und Mißtrau[en]
  20. erregen. Das ist doch ein schrecklicher Mensch — ich kan
  21. Gott nicht genug preisen, daß ich mit dem Manne auseinander bei
  22. In tiefster Hochachtung ersterbe
  23. Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
  24. Wann ich nur bald die 3 franzirte Büſte und das Lavoir
  25. erhalten könten es würde viel Freude machen.
  26. Kalisz den 24ten Febr. 1805.
  27. treu unterthäniger Diener
  28. v Triebenfeld