Document 155 · Letter
16 January 1805
Wrocław (Breslau)
Hahn, court councillor in Hohenlohe-Ingelfingen's service → Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent
Hahn reports on the Prince's instructions that Chancellor Hohmuth will not promise any longer delay over the Schlabrendorff payment. He says the Countess, annoyed by the delay, will only be kept from reviving the suit by quick payment before the next Berlin post day. If 25/m Rthl were paid soon, he says Hohmuth would try to persuade her to wait a while for the other half; he says Hohmuth refuses a bond for it. The wild boar has been sent off by way of Kalisz to Trąbczyn.
Hahn meldet im Auftrag des Fürsten, dass Kanzler Hohmuth wegen der Schlabrendorffischen Zahlung keinen längeren Aufschub zusagt. Die Gräfin, gereizt durch die Verzögerung, lasse sich nur durch schnelle Zahlung vor dem nächsten Berliner Posttag von der Wiederaufnahme der Klage abhalten. Würden 25/m Rthl bald gezahlt, wolle Hohmuth sie bewegen, auf die übrige Hälfte noch zu warten. Eine Obligation dafür lehne er ab. Das wilde Schwein ist über Kalisz nach Trąbczyn abgeschickt.
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- Hochwohlgebohrner Herr
- Hochzuverehrender Herr Krieges und Forst Rath!
- Euer Hochwohlgebohrnen, melde ich auf des Fürsten
- Durchlaucht befehl: daß ich heute in betref der Schla-
- brendorffischen Zahlung bey dem Herrn Kanzler
- Hohmuth ſelbſt geweſen bin, und Ihnen wegen einer
- längeren Frist besprach. Das Resultat dieser Un-
- terredung war nicht sehr tröstlich. Er sagte mir
- es würde die Graefin nur allein durch eine
- schleunigen und noch vor dem nächsten Berliner Post-
- Tag geleisteten Zahlung von der Widerannahmen
- der Klage abgehalten werden können, da sie nicht
- wenig durch die bisherige Zögerung gereizt wäre.
- Sollte diese, mit 25/m rthl. bald geſchehen, ſo würde Er
- die Graefin dahin vermögen, daß Sie mit der
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Hochwohlgebohrner Herr Hochzuverehrender Herr Krieges und Forst Rath! Euer Hochwohlgebohrnen, melde ich auf des Fürsten Durchlaucht befehl: daß ich heute in betref der Schlabrendorffischen Zahlung bey dem Herrn Kanzler Hohmuth ſelbſt geweſen bin, und Ihnen wegen einer längeren Frist besprach. Das Resultat dieser Unterredung war nicht sehr tröstlich. Er sagte mir es würde die Graefin nur allein durch eine schleunigen und noch vor dem nächsten Berliner PostTag geleisteten Zahlung von der Widerannahmen der Klage abgehalten werden können, da sie nicht wenig durch die bisherige Zögerung gereizt wäre. Sollte diese, mit 25/m rthl. bald geſchehen, ſo würde Er die Graefin dahin vermögen, daß Sie mit der
- übrigen Hälfte von 25/m rt. noch einigen Zeit zuwarten
- würde — von einer Obligation auf leztre Zahlung
- wollte er schlechterdings nichts wissen, und wagtes
- auch nicht Antrage dahin zu machen, indem Er be-
- stimt, überzeugt seyn will, daß die Graefin sich
- hierauf nie einlassen würden. Euer Hochwohlge-
- bohren, sehen aus diesen Aeußerungen den drang
- der Umstände, und bleibt es daher sehr gut wenn
- dieselben, hiervon unterrichtet sind.
- Nurlich ist heute frühe mit dem wilden Schwein
- für dem Regierungs-Rath von Hussarzewski uiber
- Kalisz nach Trąbczyn abgereißt,
- Ich empfehle mich zu fernerer Gewogenheit unterthä-
- nig, und haben die Ehre mit vollkommenster Ver-
- ehrung zu seyn.
- Euer Hochwohlgebohren
- Breslau den 16ten Jan
- 1805.
- unterthäniger Diener
- A: Hahn
übrigen Hälfte von 25/m rt. noch einigen Zeit zuwarten würde — von einer Obligation auf leztre Zahlung wollte er schlechterdings nichts wissen, und wagtes auch nicht Antrage dahin zu machen, indem Er bestimt, überzeugt seyn will, daß die Graefin sich hierauf nie einlassen würden. Euer Hochwohlgebohren, sehen aus diesen Aeußerungen den drang der Umstände, und bleibt es daher sehr gut wenn dieselben, hiervon unterrichtet sind. Nurlich ist heute frühe mit dem wilden Schwein für dem Regierungs-Rath von Hussarzewski uiber Kalisz nach Trąbczyn abgereißt, Ich empfehle mich zu fernerer Gewogenheit unterthänig, und haben die Ehre mit vollkommenster Verehrung zu seyn.
Euer Hochwohlgebohren
Breslau den 16ten Jan
1805.
unterthäniger Diener
A: Hahn

