Document 154 · Letter
15 January 1805
Berlin
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld reports that the loan is going well and is with a man for examination. Against Wollenhaupt's talk of a sequestration he says that Lichnowski has lifted the attachment for 6 weeks, and that according to Grimm the attachment on account of Magnuski has likewise been lifted. He says Przespolewski has no claim to 30,000 Rthl, and that Dębinska has only laid an attachment against payments to Magnuski. He says Blomberg threatens, in a letter of 25 December, that without the fulfilment of his demands nothing will come of the dismemberment. Triebenfeld has sharply rebuked him.
Triebenfeld meldet, die Anleihe sei in gutem Gang und liege einem Mann zur Prüfung vor. Gegen Wollenhaupts Gerede von einer Sequestration stellt er, Lichnowski habe den Arrest auf 6 Wochen aufgehoben, der Arrest wegen Magnuski sei laut Grimm ebenfalls aufgehoben. Przespolewski habe keine 30000 Rthl zu fordern, die Dębinska habe nur Arrest gegen Auszahlungen an Magnuski gelegt. Blomberg drohe in einem Brief vom 25. Dezember, ohne Erfüllung seiner Forderungen werde aus der Dismembration nichts. Triebenfeld hat ihn scharf zurechtgewiesen.
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- Durchlauchtigster Fürst
- Gnädigster Herr
- Die Sache wegen Anlehn ist in besten Gange, Gott gebe daß
- keine neue Hinderniße kommen, Sie liegt zur Prüfung bey einem
- sonst gute Mann.
- Alles was mir Ew Durchlaucht untern 13ten aufzutragen
- geruhet würde ich treulich besorgen.
- Was übrigens Wollenhaupt von Sequestration geschwazt
- ist pure Lage; vielmehr hat Lichnowski den Arrest Schlag
- [aufge?]gen den Intressen auf 6 Wochen aufgehoben.
- Der Arrest Schlag wegen Magnuski ist nach Grimms
- Versicherung auch aufgehoben mit künftiger Post werde
- ich indes an ihm schreiben. Ich verstehe inzwischen das
- ganze Dings nicht recht, Przespolewski hat ja keine
- 30000 rt zu fordern. und der von Magnuski ausgewürde
- Arrest ist ja aufgehoben. Übrigens hat die Dębinska
- nur wieder Arrest gelegt, daß man den Magnuski nichts
- auszahlen soll. — Dies wird auch so nicht geschehen.
- Blomberg hat einen Brief untern 25 ten Decbr, folglich
- früher als den der ihm per Expressen beantwortet ist,
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Durchlauchtigster Fürst
Gnädigster Herr Die Sache wegen Anlehn ist in besten Gange, Gott gebe daß keine neue Hinderniße kommen, Sie liegt zur Prüfung bey einem sonst gute Mann.
Alles was mir Ew Durchlaucht untern 13ten aufzutragen geruhet würde ich treulich besorgen.
Was übrigens Wollenhaupt von Sequestration geschwazt ist pure Lage; vielmehr hat Lichnowski den Arrest Schlag [aufge?]gen den Intressen auf 6 Wochen aufgehoben. Der Arrest Schlag wegen Magnuski ist nach Grimms Versicherung auch aufgehoben mit künftiger Post werde ich indes an ihm schreiben. Ich verstehe inzwischen das ganze Dings nicht recht, Przespolewski hat ja keine 30,000 rt zu fordern. und der von Magnuski ausgewürde Arrest ist ja aufgehoben. Übrigens hat die Dębinska nur wieder Arrest gelegt, daß man den Magnuski nichts auszahlen soll. — Dies wird auch so nicht geschehen. Blomberg hat einen Brief untern 25 ten Decbr, folglich früher als den der ihm per Expressen beantwortet ist,
- an mir geschrieben, der mir bis hierher auf der Post ge-
- folgt ist, dies Schreiben ist von solchen Inhalt — daß
- Blomberg infam causirt und wenigstens 10 Jahr auf
- die Vestung sizzen muß. Kein Räuber der den von
- aller wehre entblößten Wanderer in der Wüste zu Boden
- wirft, kan solche Niederträchtige Forderungen so ganz
- ungescheut machen, als es dieser ehrvergeßene Mensch
- thut. Mit dürren Worten sagt er heute drau — Wann
- ihm dies alles nicht punctlich gegeben würde, so solle
- das der Dismembration nichts werden — erhielte
- er aber was er fordere, so wolle er selbst die
- Sache machen — Mitt mir will er sich so lange über-
- dem herum schießen bis einen der 7-hohlt. Hier
- trift er aber auf seinen Meister, den heute erhält
- er ſchon die volle Laage — Ich habe ihm angekündiget
- wann er sich nur beikommen ließe mehr ein Wort zu
- reden, oder sich in der Sache ohne man Vorwißen zu mischen
- so würde ich ihm zu züchtigen wißen — den mit einem
- Bösewicht, wozu er sich selbst stempelte hätte ich kein
- Mittleid, und wehe ihm, wan er sich jezt rippelte —
- Er wird gewis ſehr klein laut ſind.
- In leuteten Submission ersterben
- Ewr Durchlaucht
- Berlin den 15ten Januar
- 1805
- treuester Diener
- v Triebenfeld
an mir geschrieben, der mir bis hierher auf der Post gefolgt ist, dies Schreiben ist von solchen Inhalt — daß Blomberg infam causirt und wenigstens 10 Jahr auf die Vestung sizzen muß. Kein Räuber der den von aller wehre entblößten Wanderer in der Wüste zu Boden wirft, kan solche Niederträchtige Forderungen so ganz ungescheut machen, als es dieser ehrvergeßene Mensch thut. Mit dürren Worten sagt er heute drau — Wann ihm dies alles nicht punctlich gegeben würde, so solle das der Dismembration nichts werden — erhielte er aber was er fordere, so wolle er selbst die Sache machen — Mitt mir will er sich so lange überdem herum schießen bis einen der 7-hohlt. Hier trift er aber auf seinen Meister, den heute erhält er ſchon die volle Laage — Ich habe ihm angekündiget wann er sich nur beikommen ließe mehr ein Wort zu reden, oder sich in der Sache ohne man Vorwißen zu mischen so würde ich ihm zu züchtigen wißen — den mit einem Bösewicht, wozu er sich selbst stempelte hätte ich kein Mittleid, und wehe ihm, wan er sich jezt rippelte — Er wird gewis ſehr klein laut ſind.
In leuteten Submission ersterben
Ewr Durchlaucht
Berlin den 15ten Januar
1805
treuester Diener
v Triebenfeld

