Traces in the Sand

Document 142 · Letter

12 September 1804

Wrocław (Breslau)

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld is ill and confined to bed. Bornstädt wants to leave, but the dispute with him should be settled first. Triebenfeld asks the Prince to instruct Glenck to send the contracts, settlements and accounts concluded with Bornstädt. The Prince should also declare in writing that he is willing to give Bornstädt 5,000 Rthl as a special favour. According to an expert opinion, Bornstädt would be entitled to 7,500 Rthl in the purchase transaction of Pszczew, without the promised fee.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
Page 1lines 1-22
  1. 142
  2. Durchlauchtigster Fürst
  3. Gnädigster Fürst und Herr
  4. Meine Krankheit iſt ſo hartnäckig, daß ich forthin das Bette oder Sopha hüte
  5. muß um das halb kan ich mich Ewr Durchlaucht nicht zu füßen legen und
  6. mit höchst dieselben über die Geschäfte sprechen; ſelbſt das Schreiben fält
  7. mich sehr schwer.
  8. Zu beiliegendes Schreiben sagt Bornstädt, daß er abreisen will. ver-
  9. muthlich ist sein Reise Geld all. Ich lies daher Glenck bitten, daß er
  10. doch zu mich kommen und die Papiere, oder eigentlich die verschie-
  11. dene Pacht und Vergleichs Contracte welche mit Bornstädt geschloßen
  12. worden ausbringen mögte. Auf mein artiges Ansuchen erhalten
  13. ich beigehendes Scopptisches[?] Billet.
  14. den Menschen ohne die Sachen abzumachen reisen laßen ist nicht gut
  15. die Sache muß abgemacht werden, den man schlägt hierdurch den
  16. Feind auf 3 Seiten
  17. Meine unterthänige Bitte ist, daß Ewr durchlaucht dHr. p Glenck
  18. befehlen mir die Contracte Vergleiche und Berechnungen welche
  19. mit Bornſtädt verhandelt ſind zu ſchicke. Sodann
  20. daß Ewr Durchlaucht nur durch ein paar Zeilen sagen
  21. Daß höchst Sie aus beſonderer Gnade um allen Hand ein Ende zu
  22. machen Bornstädten 5000 rt geben wollen.
Page 2lines 23-33
  1. Nach des Brauns Gutachten muß er, ohne daß ihm versprochene Hono-
  2. rarium in dem Betscher Kaufs Geschäft, 7500 rt. haben. Wann
  3. mann also mit 5000 rt überall wegkommen mögte, so machte man
  4. non solides fude.
  5. Wann Ewr Hochfürstliche Durchlaucht zu mir kommen werde ich Höchst
  6. Jahren die piecen vorlegen.
  7. Ehrfurchtsvoll ersterbe ich als
  8. Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
  9. Breslau den 12. 7br. 1804.
  10. treu unterthänigster Diener
  11. v Triebenfeld