Document 140 · Letter
26 July 1804
Pszczew (Betsche)
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld asks for help by express courier: the village communities at Pszczew, stirred up by Rochlitz, want to withdraw from the purchase. What is demanded is the cancellation of the contract between Leixner and v. Brandenstein, Glenck's surrender of the partnership contract, and an arrangement with Bornstädt. The Prince is to demand the papers from Glenck and send Brandenstein's written undertaking. Triebenfeld asks what he should reply to Bornstädt about the promised 1,000 Friedrich d'or. He says Glenck has advised Meyer Bernhard against paying the 66/m Rthl on the 29th in Poznań.
Triebenfeld bittet per Estaffette um Hilfe: Die Gemeinden in Pszczew wollen, von Rochlitz aufgehetzt, vom Kauf zurücktreten. Verlangt werden die Cassation des Contracts zwischen Leixner und v. Brandenstein, Glencks Herausgabe des Societaets Contracts und eine Abmachung mit Bornstädt. Der Fürst soll Glenck die Papiere abfordern und Brandensteins Revers schicken. Triebenfeld fragt, was er Bornstädt wegen der zugesagten 1000 Friedrichsd'or antworten soll. Glenck habe Meyer Bernhard abgeraten, die 66/m Rthl am 29. in Posen zu zahlen.
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- Durchlauchtigster Fürst
- Gnädigster Herr!
- Mein erſter Vorſaz war, Ewr Hochfürſtl. Durchlaucht durchaus keine Audiosa mehr
- zu melden, und Dinge die nicht mehr zu andern wären ihren Gang gehen zu laßen.
- Nothgedrungen aber muß ich diesen Vorsazz aufgeben und Hochstderoselbe Hülfe recta
- mirn — die Sache ist diese.
- Ehe ich hieher gieng erhielt ich das sub Litt A beigebogene Schreiben des v. Bornstädt
- in Posen. Ich hätte von dem Verfaßer keine gute Meinung und suchte ihm dadurch
- zu demüthigen, daß ich dh. p. Glenck ein bloßes Recipisse geben lies, da es in Sachen
- Sr Durch ein Schreiben dH. p v Bornstädt eingegangen wäre, worüber er als General
- Mandatarius ihm bescheiden würde.
- Ich suchte u[?] Posen als dann noch den Melzer und den Pre: Braunschweig zu gewinnen
- ein alles aufzubieten, daß die Berliner Verfügung aufrecht erhalten und die
- Gelder deponirt werden mögten beſonders aber daß Broniewski gleich exmittirt
- werden mögte. Mann versprach mir dies und ich reisete allen in der Nacht
- hierher nach Betsche, ſchickte ſogleich einen reitenden Boten nach Frankfurth
- und beſtellte Meyer Bernhard und Conſorten hier her. Beigehende Abſchrift
- sub B beſagt das weitere.
- Nach dieser Expedition bis ich die Deputirten welche in Breslau waren rufen
- äußerst befremdend war es mich daß keiner erscheinen wolte, endlich er
- fuhr ich daß die Leute aufgehezt waren vom Kauf zurückzutreten,
- Ich suchte den Grund zu erforschen, und höhrte zu meinen Schrecken, daß der Rochlitz
- die Leute die Köpfe verwirre und ſie drohe, alles zu zerreißen, weil er um
- sein Schwager Klein einen Contract in Händen hätte nach welchen sie das Vor
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Durchlauchtigster Fürst
Gnädigster Herr!
Mein erſter Vorſaz war, Ewr Hochfürſtl. Durchlaucht durchaus keine Audiosa mehr zu melden, und Dinge die nicht mehr zu andern wären ihren Gang gehen zu laßen. Nothgedrungen aber muß ich diesen Vorsazz aufgeben und Hochstderoselbe Hülfe recta mirn — die Sache ist diese.
Ehe ich hieher gieng erhielt ich das sub Litt A beigebogene Schreiben des v. Bornstädt in Posen. Ich hätte von dem Verfaßer keine gute Meinung und suchte ihm dadurch zu demüthigen, daß ich dh. p. Glenck ein bloßes Recipisse geben lies, da es in Sachen Sr Durch ein Schreiben dH. p v Bornstädt eingegangen wäre, worüber er als General Mandatarius ihm bescheiden würde.
Ich suchte u[?] Posen als dann noch den Melzer und den Pre: Braunschweig zu gewinnen ein alles aufzubieten, daß die Berliner Verfügung aufrecht erhalten und die Gelder deponirt werden mögten beſonders aber daß Broniewski gleich exmittirt werden mögte. Mann versprach mir dies und ich reisete allen in der Nacht hierher nach Betsche, ſchickte ſogleich einen reitenden Boten nach Frankfurth und beſtellte Meyer Bernhard und Conſorten hier her. Beigehende Abſchrift sub B beſagt das weitere.
Nach dieser Expedition bis ich die Deputirten welche in Breslau waren rufen äußerst befremdend war es mich daß keiner erscheinen wolte, endlich er fuhr ich daß die Leute aufgehezt waren vom Kauf zurückzutreten, Ich suchte den Grund zu erforschen, und höhrte zu meinen Schrecken, daß der Rochlitz die Leute die Köpfe verwirre und ſie drohe, alles zu zerreißen, weil er um sein Schwager Klein einen Contract in Händen hätte nach welchen sie das
- Vorwerk Abre und den grösten Theil der Waldung abnehmen würden.
- Der Justiz Bürgermeister Melzig, der als Beistand der Gemeinde ernannt
- ist, erklärte mir endlich gerade hin, daß ihm H. B. v. Glenck angelegen die
- ganze Verhandlung in Breslau zu zureichten, daß er große Forderung
- habe die er geltend machen würde, und daß er Glenck, wenn er der
- Melzig mit ihm halten wolle, sehr erkenntlich sein würde.
- Er Melzig erklärte ferner, daß er zwar sehe daß man Ewr Durchlaucht
- prellen wolle, daß er aber als Beistand der Gemeinden darauf bei
- stehen müße.
- daß erstens diese Sache gänzlich behoben, und daß zweitens mit
- dHl. v. Bornstädt erst alles beseitiget sein müße, ehender können
- Die Gemeinden kein Geld zahlen und sich in nichts einlaßen.
- Nach dieser traurigen Erfahrung erhielt ich das sub c beigehende
- Schreiben des v. Bornstädt, erfuhr auch noch von mehreren Einsaßen daß
- H. Glenck selbige ersucht habe von den Contract abzustehen und solche
- zu zernichten, er wolte ſie alle davor glücklich machen
- Warum Glenck dies thut bleibt im Rathsel.
- Ich erwartete übrigens seine und Wunsters Ankunft-Glencks erfolgte vor
- gestern. Ich war bemüht alles auf das gelindeste zu erforschen habe aber
- nichts weiter von ihm heraus gebracht, daß er nichts wiße indem
- ihm die Pappiere mangelten, auf die Frage wo der zwischen ihm und
- dem Leixner geschloßene Contract sey, antwortet er, daß solchen
- der Lieut[enant]: v Brandenstein hinter sich habe, und auf sein Gut oder das
- Geld dafür dringen würde.
Vorwerk Abre und den grösten Theil der Waldung abnehmen würden. Der Justiz Bürgermeister Melzig, der als Beistand der Gemeinde ernannt ist, erklärte mir endlich gerade hin, daß ihm H. B. v. Glenck angelegen die ganze Verhandlung in Breslau zu zureichten, daß er große Forderung habe die er geltend machen würde, und daß er Glenck, wenn er der Melzig mit ihm halten wolle, sehr erkenntlich sein würde. Er Melzig erklärte ferner, daß er zwar sehe daß man Ewr Durchlaucht prellen wolle, daß er aber als Beistand der Gemeinden darauf bei stehen müße.
daß erstens diese Sache gänzlich behoben, und daß zweitens mit dHl. v. Bornstädt erst alles beseitiget sein müße, ehender können Die Gemeinden kein Geld zahlen und sich in nichts einlaßen. Nach dieser traurigen Erfahrung erhielt ich das sub c beigehende Schreiben des v. Bornstädt, erfuhr auch noch von mehreren Einsaßen daß
H. Glenck selbige ersucht habe von den Contract abzustehen und solche zu zernichten, er wolte ſie alle davor glücklich machen Warum Glenck dies thut bleibt im Rathsel.
Ich erwartete übrigens seine und Wunsters Ankunft-Glencks erfolgte vor gestern. Ich war bemüht alles auf das gelindeste zu erforschen habe aber nichts weiter von ihm heraus gebracht, daß er nichts wiße indem ihm die Pappiere mangelten, auf die Frage wo der zwischen ihm und dem Leixner geschloßene Contract sey, antwortet er, daß solchen der Lieut[enant]: v Brandenstein hinter sich habe, und auf sein Gut oder das Geld dafür dringen würde.
- beigehendes Schreiben des v Bornstädt sub d aber beweis daß Glenck mir belogen und
- daß der Contract bereits an, Kaufmann Klein einen Vetter des Rochlitz
- Cedirt sey. Noch zweifelte ich und suchte alles mit den Leuten aufs Beste
- zu arangiren, bis ich beigehendes Billet sub C von Meyer Bernhard
- erhielt. Dies veranlaßt mich diese Estaffette schleunig an Ewr Durchlaucht
- zu senden.
- Sowohl die Gemeinden, als die Frankfurter bestehen darauf daß dieser
- zwischen Leixner und den Herrn v. Brandenstein geschloßene Contract
- vor allen Dingen herbey geſchaft, um völlig Cassirt werde.
- 2tens will Bernhard und Leixner ehender keinen groschen weiter
- zahlen als bis Glenck den zwischen sie geschloßenen Societaets Con-
- tract heraus giebt.
- 3tens besteht die Gemeinden darauf daß mit Bornstedt alles ab
- gemacht wird, ehender wollen sie sich weiter zu nichts verstehen.
- Mein Rath um Bitte ist diese, daß Ewer Hochfürstl Durchlaucht an Glenck par
- Estaffette ſchreiben daß er ſofort dieſe ſamtl Pappiere heraus giebt, und
- daß so wohl er als Herr v Brandenstein ſich wegen der Aufhebung beide
- Contracte gerichtl. reverirn, daß sie weiter nichts von die Frankfurter
- herren, — oder von die Betscher Gründe praetendiren können, oder mögen.
- v Brandenstein, der schwerlich von alle die Drehereien des H. Glencks was wißen
- mag, wird den Reversch dorten gewis gleich ausſtellen, und ich bitte unterthänig
- daß Ewr Durchlaucht diesen jungen Mann, der wohl an der Sache ganz unschuldig
beigehendes Schreiben des v Bornstädt sub d aber beweis daß Glenck mir belogen und daß der Contract bereits an, Kaufmann Klein einen Vetter des Rochlitz Cedirt sey. Noch zweifelte ich und suchte alles mit den Leuten aufs Beste zu arangiren, bis ich beigehendes Billet sub C von Meyer Bernhard erhielt. Dies veranlaßt mich diese Estaffette schleunig an Ewr Durchlaucht zu senden.
Sowohl die Gemeinden, als die Frankfurter bestehen darauf daß dieser zwischen Leixner und den Herrn v. Brandenstein geschloßene Contract vor allen Dingen herbey geſchaft, um völlig Cassirt werde. 2tens will Bernhard und Leixner ehender keinen groschen weiter zahlen als bis Glenck den zwischen sie geschloßenen Societaets Contract heraus giebt.
3tens besteht die Gemeinden darauf daß mit Bornstedt alles ab gemacht wird, ehender wollen sie sich weiter zu nichts verstehen. Mein Rath um Bitte ist diese, daß Ewer Hochfürstl Durchlaucht an Glenck par Estaffette ſchreiben daß er ſofort dieſe ſamtl Pappiere heraus giebt, und daß so wohl er als Herr v Brandenstein ſich wegen der Aufhebung beide Contracte gerichtl. reverirn, daß sie weiter nichts von die Frankfurter herren, — oder von die Betscher Gründe praetendiren können, oder mögen. v Brandenstein, der schwerlich von alle die Drehereien des H. Glencks was wißen mag, wird den Reversch dorten gewis gleich ausſtellen, und ich bitte unterthänig daß Ewr Durchlaucht diesen jungen Mann, der wohl an der Sache ganz unschuldig
- sein mag, höchst Ihre Gnade nicht zu entziehen. Ich werde auch dafür in meinen Erster
- nicht ermüden.
- Den Revers von Herrn v Brandenstein geruhen Ewr Hochfürstliche Durchlaucht mir
- Ja auf das eiligste zur Estaffette hier her zu senden. Den sonsten kan ich nichts
- mit den Leuten abmachen.
- Glenck aber befehlen, höchst dieselbe daß er hier so fort den cedirten Contract
- Zurück schaft um selbigen nebst den Societaets Contract zurük giebt und
- gerichte auf alle Forderungen renuncirt.
- Ich hätte Ewer Durchl. gerne mit dieser Sache verschont. Ich komme aber anders
- nicht durch, den die Leute bestehen darauf.
- Mit Bornstädt sieht alles schrecklich verworren aus Glenck Rochlitz
- [Werlitz?], Bornstaedt, und wie das Gesindel alles heißt, haben ſich ſtets wie die
- Keßelflicker unter Ewr Durchlaucht Augen gezänckt, im Grunde
- aber haben sie alle in brüderlicher Eintracht betrogen, daß jedem die
- Haare zu Berge stehen. Ewr Durchlaucht wäre es stets den sie alle
- gerne reine ausgeplündert hätte.
- Der Wald ist ganz ruinirt und was die Diebe noch ein Jahrhier ge-
- haußet hätte, so waren die ſchönen Güter nicht 50/m mehr werth —
- Jezt bin ich bemüht den Bornstädt so recht solide zu überflügeln.
- Er ſchien Gebrauch von den Verkauf am der Unterthanen zu machen.
- diese aber habe ich soweit, daß sie ihm, gegen meine Garantie bis aus
- gemachter Sache ſezzen laßen. Da werde ich den wohl mit den Helden
- fertig werden — Schändlich ist es mir daß solche infamien in dem
- Acten vorkommen, so sagt der Bornstädt zu Beispiel — Bey
sein mag, höchst Ihre Gnade nicht zu entziehen. Ich werde auch dafür in meinen Erster nicht ermüden.
Den Revers von Herrn v Brandenstein geruhen Ewr Hochfürstliche Durchlaucht mir Ja auf das eiligste zur Estaffette hier her zu senden. Den sonsten kan ich nichts mit den Leuten abmachen.
Glenck aber befehlen, höchst dieselbe daß er hier so fort den cedirten Contract Zurück schaft um selbigen nebst den Societaets Contract zurük giebt und gerichte auf alle Forderungen renuncirt.
Ich hätte Ewer Durchl. gerne mit dieser Sache verschont. Ich komme aber anders nicht durch, den die Leute bestehen darauf.
Mit Bornstädt sieht alles schrecklich verworren aus Glenck Rochlitz [Werlitz?], Bornstaedt, und wie das Gesindel alles heißt, haben ſich ſtets wie die Keßelflicker unter Ewr Durchlaucht Augen gezänckt, im Grunde aber haben sie alle in brüderlicher Eintracht betrogen, daß jedem die Haare zu Berge stehen. Ewr Durchlaucht wäre es stets den sie alle gerne reine ausgeplündert hätte.
Der Wald ist ganz ruinirt und was die Diebe noch ein Jahrhier gehaußet hätte, so waren die ſchönen Güter nicht 50/m mehr werth — Jezt bin ich bemüht den Bornstädt so recht solide zu überflügeln. Er ſchien Gebrauch von den Verkauf am der Unterthanen zu machen. diese aber habe ich soweit, daß sie ihm, gegen meine Garantie bis aus gemachter Sache ſezzen laßen. Da werde ich den wohl mit den Helden fertig werden — Schändlich ist es mir daß solche infamien in dem Acten vorkommen, so sagt der Bornstädt zu Beispiel — Bey
- Antritt meiner Pacht müste ich Glenck 500 rt. proxeneticum gelegen ein
- anderer Pächter verſprach ihn nach Jahres Frist mehr darum wolte er
- mich vertreiben, um wieder 600 rt zu erpreßen.
- Unwahr, sagt er weiter, muß er doch wohl sein, daß der Herr
- Fürst, wie Glenck sich rühmt, um solche Prelliren weis — pp
- den der Fürst hatt doch den Ruf des erhabensten grösten Mannes und Men-
- schen freundes —
- Rasend mögte ich werden wenn ich so was vor Augen bekomme, und
- ich kan weiter nichts wünschen als alle diese schmuzzige Dinge zu beseitigen
- und dergestalt aus der Welt zu ſchaffen, daß Ewr Durchlaucht keinen Ver
- dens mehr haben.
- Was mich jezt am mehrsten quält ist dies — Ewr Durchlaucht haben den
- Bornstädt, wan er Betsche für 200/m Rthl verkaufen hilft, 1000 stück
- frid: d'or zugesagt. Glenck hat dies hier vor dem Melzig bestätiget.
- Was soll ich armer Mann nun darauf antworten? Der Mensch
- ſchiebt desfals Ewr Durch — dem Glenck und Rochlitz den Eid zu
- Was soll ich den Kerl hierauf antworten und mit was sollich
- ihm abfinden? Geruhen Sie gnädigster Fürst mir desfals eine
- Weisung zu gebe.
- Die Pacht Sache würde ich rechtens abmachen, und bey Gott nichts ver-
- ſchneden, aber in der Geſchichte kan ich ohne Ewr Durchl. Befehl nichts
- weiter thun. Generals, um Gott weis welche Menschen alle in-
- tressiren sich vor den Armen wicht und sein Weib, die eine wahre [k?]antigen
Antritt meiner Pacht müste ich Glenck 500 rt. proxeneticum gelegen ein anderer Pächter verſprach ihn nach Jahres Frist mehr darum wolte er mich vertreiben, um wieder 600 rt zu erpreßen. Unwahr, sagt er weiter, muß er doch wohl sein, daß der Herr Fürst, wie Glenck sich rühmt, um solche Prelliren weis — pp den der Fürst hatt doch den Ruf des erhabensten grösten Mannes und Menschen freundes — Rasend mögte ich werden wenn ich so was vor Augen bekomme, und ich kan weiter nichts wünschen als alle diese schmuzzige Dinge zu beseitigen und dergestalt aus der Welt zu ſchaffen, daß Ewr Durchlaucht keinen Ver dens mehr haben.
Was mich jezt am mehrsten quält ist dies — Ewr Durchlaucht haben den Bornstädt, wan er Betsche für 200/m Rthl verkaufen hilft, 1,000 stück frid: d'or zugesagt. Glenck hat dies hier vor dem Melzig bestätiget. Was soll ich armer Mann nun darauf antworten? Der Mensch ſchiebt desfals Ewr Durch — dem Glenck und Rochlitz den Eid zu Was soll ich den Kerl hierauf antworten und mit was sollich ihm abfinden? Geruhen Sie gnädigster Fürst mir desfals eine Weisung zu gebe.
Die Pacht Sache würde ich rechtens abmachen, und bey Gott nichts verſchneden, aber in der Geſchichte kan ich ohne Ewr Durchl. Befehl nichts weiter thun. Generals, um Gott weis welche Menschen alle intressiren sich vor den Armen wicht und sein Weib, die eine wahre [k?]antigen
- zu sein scheint, daher wünsche ich den elenden B. mit guter Manier los
- zu werden.
- Wegen die Holz Contracte sieht es eben so gräßlich aus — den so viel da
- seid, gehörden solche den Rochlitz unter andern Nahmen — die Nahmen
- träger schreien nun alle, daß sie kein Geld sondern die Con-
- tracten beſtimmte Summen Holz haben wollen. Dies soll nun
- wieder ein Motif ſie in den Kauf mit den Unterthanen zu zer-
- nichten. Hier werde ich aber mit die Gauner laut reden. Den die
- Ganzen Gemeinden werden auftreten und die Bösewichter ihre infamien
- laut beweisen — Ewr Durchlaucht werden sich über alle die Spizbüberin
- wundern.
- Den Augenblick erfahre ich eine neue Intrigue des Glencks — ich hatte
- wie vor gesagt den Meyer Bernhard so weit, daß er den 29ten
- Abends oder den 30ten früh mit die 66/m rt. in Posen sein wolte.
- zu diesem Moment sagt mir Wunster hat, Glenck den Meyer
- Bernhard aufgeredt das Geld nicht den 29ten zu bezahlen sondern
- nach Breslau zu gehen und Ewr Durchl zu frage, was er thun,
- solle — den es wäre nicht ehender als den 2ten Aug nötig ge-
- daß das Geld an Broniewski erlegt würde.
- Der Jude dreht nun wieder, sagt er würde dieſ thu die
- er habe so viel Forderungen an Ewr Durchlaucht wir sezzen
- hier nun alle wie die Närren — Es ist mehr als zu arg
zu sein scheint, daher wünsche ich den elenden B. mit guter Manier los zu werden.
Wegen die Holz Contracte sieht es eben so gräßlich aus — den so viel da seid, gehörden solche den Rochlitz unter andern Nahmen — die Nahmen träger schreien nun alle, daß sie kein Geld sondern die Contracten beſtimmte Summen Holz haben wollen. Dies soll nun wieder ein Motif ſie in den Kauf mit den Unterthanen zu zernichten. Hier werde ich aber mit die Gauner laut reden. Den die Ganzen Gemeinden werden auftreten und die Bösewichter ihre infamien laut beweisen — Ewr Durchlaucht werden sich über alle die Spizbüberin wundern.
Den Augenblick erfahre ich eine neue Intrigue des Glencks — ich hatte wie vor gesagt den Meyer Bernhard so weit, daß er den 29ten Abends oder den 30ten früh mit die 66/m rt. in Posen sein wolte. zu diesem Moment sagt mir Wunster hat, Glenck den Meyer Bernhard aufgeredt das Geld nicht den 29ten zu bezahlen sondern nach Breslau zu gehen und Ewr Durchl zu frage, was er thun, solle — den es wäre nicht ehender als den 2ten Aug nötig ge- daß das Geld an Broniewski erlegt würde.
Der Jude dreht nun wieder, sagt er würde dieſ thu die er habe so viel Forderungen an Ewr Durchlaucht wir sezzen hier nun alle wie die Närren — Es ist mehr als zu arg
- was sich diese Menschen erlauben —
- Wege, der Kaemener und Kulmner Dismembration kan ich auch vor der
- Hand nichts thun. Den Glenck hat ihm schon alles / wo von der Liebt[?] bei
- gehende Brief im Beweis ist / alles verrathen, um was zu verdienen
- O Gott! was sind das vor schändliche Menschen?
- Ich werde sehen was der Jude thun will besteht er auf der Reise nach
- Breslau, ſo ſehe ich nur wie ich mit die Unterthanen hier halbweg fertig
- werde, und komme auch zu der Zeit hin, aber den bitte ich Ewr Durchlaucht
- auch so recht herzig, alle dieſe B: ſo recht derb zu verarbeiten
- damit sie einmahl zu Trau zu Kriegen und die verdammten Menées
- einstellen. In tiefster Ehrfurcht ersterbe als
- Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
- Geruhen Ewr Hochfürstliche Durchlaucht die Estaffette mit allen Sachen
- nach Posen an den alten Reinhardt zu schicken. Ka ich noch alles
- wenden, so bei ich dorten — wo nicht so muß der Sie mir hieher
- ſenden. Ach das ist nun wahre Hollen Pein die Menſchen
- zur raison zu bringen. Das Schreiben an meiner Tochter bitte
- Submissiſt, abgeben zu laßen und wenn dorten was aus Südpreußen pp
- eingegangen ist an mich durch der Estaffette mit gehen zu laßen.
- Betsche den 26ten July
- 1804
- treu unterthäniger Diener
- v Triebenfeld
was sich diese Menschen erlauben — Wege, der Kaemener und Kulmner Dismembration kan ich auch vor der Hand nichts thun. Den Glenck hat ihm schon alles / wo von der Liebt[?] bei gehende Brief im Beweis ist / alles verrathen, um was zu verdienen O Gott! was sind das vor schändliche Menschen? Ich werde sehen was der Jude thun will besteht er auf der Reise nach Breslau, ſo ſehe ich nur wie ich mit die Unterthanen hier halbweg fertig werde, und komme auch zu der Zeit hin, aber den bitte ich Ewr Durchlaucht auch so recht herzig, alle dieſe B: ſo recht derb zu verarbeiten damit sie einmahl zu Trau zu Kriegen und die verdammten Menées einstellen. In tiefster Ehrfurcht ersterbe als Ewr Hochfürstliche Durchlaucht Geruhen Ewr Hochfürstliche Durchlaucht die Estaffette mit allen Sachen nach Posen an den alten Reinhardt zu schicken. Ka ich noch alles wenden, so bei ich dorten — wo nicht so muß der Sie mir hieher ſenden. Ach das ist nun wahre Hollen Pein die Menſchen zur raison zu bringen. Das Schreiben an meiner Tochter bitte Submissiſt, abgeben zu laßen und wenn dorten was aus Südpreußen pp eingegangen ist an mich durch der Estaffette mit gehen zu laßen. Betsche den 26ten July
1804
treu unterthäniger Diener
v Triebenfeld






