Document 133 · Letter
23 May 1804
Frankfurt an der Oder
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
v. Triebenfeld reports on the failure of the various transactions: Glenck can prove nothing; Leixner, put off by fraud at Pszczew, is to keep up the payments, and demands for Kamionna eviction and incolat as well as the cancellation of the partnership contract with Glenck. The loan of 100/m Rthl from the Invalids' Fund is uncertain. Triebenfeld intends to conclude matters in Berlin with Amelang at Stubenrauch's. He says Beyme has presented the Prince's request for compensation and advised that debts of over 200,000 Rthl be remitted to him. He says that in the event of war the Prince will receive the command.
v. Triebenfeld berichtet vom Scheitern der Geschäfte: Glenck kann nichts nachweisen; Leixner, durch Betrug in Pszczew abgeschreckt, soll die Zahlungen halten, verlangt für Kamionna Eviction und Incolat sowie die Aufhebung des Societätskontrakts mit Glenck. Das Darlehen von 100/m Rthl der Invalidenkasse ist unsicher. Triebenfeld will in Berlin mit Amelang bei Stubenrauch abschließen. Beyme habe das Entschädigungsgesuch des Fürsten vorgetragen und geraten, ihm Schulden über 200000 Rthl zu erlassen. Im Kriegsfall erhalte der Fürst das Kommando.
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- Durchlauchtigster Fürst
- Gnädigster Fürst und Herr!
- Beinahe mögte ich über alle die fatalen Geschichte, die ich hier alleweg
- vorfinde verzweifeln. und Gott weis ob ich alles redressiren
- und zum besten werde lenken können.
- 1. Ist in allen nichts gethan, und Glenck ist nicht in Stande mir eines
- Rt werth sicher nachzuweisen.
- 2. Leixner ist heimlich in Betsche gewesen, und wegen alle den
- dort obwaltenden Betrug und Dreherein so Kopfscheu
- daß er den Contract gerne abgeben und auf alles sofort
- renunciren wolte — mit gröster Mühe muß er rest stehen
- und die engagirte Zahlungen nun halten.
- 3. Will er durch aus in keine Verbindung wegen Kaemen
- eingehen, ich soll ihm vor einen Gewin von 30/m rt die Eviction
- leisten auch das Incolat verschaffen. Dies kan ich nicht ver-
- sprechen. Für allen Schaden wenn er 160/m rt für Kaemen
- giebt will ich garantien, damit aber ist er nicht zu
- frieden.
- 4. will er dem mit Glenck eingeschrittenen Societaets
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Durchlauchtigster Fürst
Gnädigster Fürst und Herr!
Beinahe mögte ich über alle die fatalen Geschichte, die ich hier alleweg vorfinde verzweifeln. und Gott weis ob ich alles redressiren und zum besten werde lenken können.
1. Ist in allen nichts gethan, und Glenck ist nicht in Stande mir eines Rt werth sicher nachzuweisen.
2. Leixner ist heimlich in Betsche gewesen, und wegen alle den dort obwaltenden Betrug und Dreherein so Kopfscheu daß er den Contract gerne abgeben und auf alles sofort renunciren wolte — mit gröster Mühe muß er rest stehen und die engagirte Zahlungen nun halten.
3. Will er durch aus in keine Verbindung wegen Kaemen eingehen, ich soll ihm vor einen Gewin von 30/m rt die Eviction leisten auch das Incolat verschaffen. Dies kan ich nicht versprechen. Für allen Schaden wenn er 160/m rt für Kaemen giebt will ich garantien, damit aber ist er nicht zu frieden.
4. will er dem mit Glenck eingeschrittenen Societaets
- Contract beym Betscher Verkauf auf gehoben wißen — den Glenck
- hatt sich 1/3 des Gewinns und ein Vorwerck für den Baron von
- Brandenstein auf das recht beständigste zu sichern laßen,
- dies kan ich eben nicht versprechen und dafür entweren die
- Menschen in nichts
- 5. Mitt den Ordens Cammer ist nichts geschehen, und daher auf
- nichts zu zahlen
- 6. An den Harlemschen Kauf ist auch nicht zu denken, den dieser
- Plan scheint ganz in der Ideen Welt zu Hause zu sein.
- 7. wegen des Darlehns der 100/m rt von der Invaliden Cassen
- ist auch keine Sicherheit, sondern alles beruhet auf
- werden nach Aber
- Um nun das lezte zu versuche gehe ich nachdem ich 3 Tage hier
- vergeblich in Frankfurth geseßen und auf Glenck gewartet
- nach Berlin zurück.
- Ich werde sehen, ob ich in Assistence des Amelangs mit den
- Alten Stubenrauch was abschließe — dies ist ein ehrlicher
- Mann und ich hoffe die Sache soll gehen, wan ich ihm für
- den Ausfall Eviction leiste —
Contract beym Betscher Verkauf auf gehoben wißen — den Glenck hatt sich 1/3 des Gewinns und ein Vorwerck für den Baron von Brandenstein auf das recht beständigste zu sichern laßen, dies kan ich eben nicht versprechen und dafür entweren die Menschen in nichts
5. Mitt den Ordens Cammer ist nichts geschehen, und daher auf nichts zu zahlen
6. An den Harlemschen Kauf ist auch nicht zu denken, den dieser Plan scheint ganz in der Ideen Welt zu Hause zu sein.
7. wegen des Darlehns der 100/m rt von der Invaliden Cassen ist auch keine Sicherheit, sondern alles beruhet auf werden nach Aber Um nun das lezte zu versuche gehe ich nachdem ich 3 Tage hier vergeblich in Frankfurth geseßen und auf Glenck gewartet nach Berlin zurück.
Ich werde sehen, ob ich in Assistence des Amelangs mit den Alten Stubenrauch was abschließe — dies ist ein ehrlicher Mann und ich hoffe die Sache soll gehen, wan ich ihm für den Ausfall Eviction leiste —
- Ferner will ich selbst ſehen ob das Darlehn von der Invaliden
- Casse auf irgend eine Art zu erhalten ist. — Recessire
- ich in Berlin dan mögen G. und die Frankfürthen Societaets
- verwandte sich den Hals brechen —
- Übrigens, sahe es in Berlin nackisch aus — H. Beyme hatten
- das Entschädigungs Gesuch vorgetragen —
- Beim Vortrag war seine Anrede kurz
- Es sind dem F. H. ein Theil der Güter wieder weggen
- die ihm verliehen sind. Er bittet im Entschädigung
- Er will Güter haben die können E. M. Ihm nicht geben —
- Er will dafür 100000 rth geschenkt, oder
- Er will 200000 rt auf 20 Jahr ohne Intressen ge-
- borgt haben — das Geld Gesuch werden [C?]. M.
- bey den jetzigen Zeit läuften nicht geben können, weil
- man nicht weis wie alles komt. Die Fälle könten leicht
- eintreten, wo E. M. das Geld alle mehr als höchst nötig
- gebrauchen dürften.
- Mein Rath ist daß E. M. Ihm in der Art entschädigen
- Der Fürst ist H. M. noch eine große Summe von mehr
- den 200000 rt schuldig die er für versagte Holländische
- Forderungen geborgt hat — Schenken E. M. ihm diese
Ferner will ich selbst ſehen ob das Darlehn von der Invaliden Casse auf irgend eine Art zu erhalten ist. — Recessire ich in Berlin dan mögen G. und die Frankfürthen Societaets verwandte sich den Hals brechen — Übrigens, sahe es in Berlin nackisch aus — H. Beyme hatten das Entschädigungs Gesuch vorgetragen — Beim Vortrag war seine Anrede kurz Es sind dem F. H. ein Theil der Güter wieder weggen die ihm verliehen sind. Er bittet im Entschädigung Er will Güter haben die können E. M. Ihm nicht geben — Er will dafür 100,000 rth geschenkt, oder Er will 200,000 rt auf 20 Jahr ohne Intressen geborgt haben — das Geld Gesuch werden [C?]. M. bey den jetzigen Zeit läuften nicht geben können, weil man nicht weis wie alles komt. Die Fälle könten leicht eintreten, wo E. M. das Geld alle mehr als höchst nötig gebrauchen dürften.
Mein Rath ist daß E. M. Ihm in der Art entschädigen Der Fürst ist H. M. noch eine große Summe von mehr den 200,000 rt schuldig die er für versagte Holländische Forderungen geborgt hat — Schenken E. M. ihm diese
- den Sie erhalten, doch in Ihren Leben nichts zurück und das wichtige
- Entschädigungs Geschäft ist abgemacht.
- Der Alte bitte Köckritz der Ewr. durch herzlich grüßt, hat
- mit dies unter 4 Augen gesagt — die Antwort war in
- der Art in Arbeit. Ich habe es Gott sey danck tournirt
- Und Köckritz stimmt vor Koltzig-Rohde[?] wird Er durch hierüber alles sagen.
- Amelang wuste von allen nichts — Er fiel beinahe in Ge-
- macht, und wird wohl nicht mehr mit der Freundschaft
- seines Hern Beymes prahlen —
- Köckritz ist und bleibt ein ehrlicher Mann, wo er nur
- mehr für bidermänner würkte —
- Gewis ist es daß wan wir Krieg haben Ew Durchlaucht
- das Comando erhalten.
- Amelang gestand an, daß ihm Beyme gesagt — Müßte ich nur
- dem Fürsten wegen den Leitischen Laagen, wenn wir leben nicht
- schonen — ich würde ihm so abweisen, daß er nie wieder
- kommen solte — so aber muß man ihm Menagiren, den bekommene
- wir krieg so ist keiner außer ihn da dem die Armee an
- vertraut werden kan — das Rußische Ministerin sizt
- uns auf den Hals- und bald wird die Aliance zwischen
- Rußland und Österreich fertig sey. Den müßen wir thun wäre
- diese wollen Köckritz meint der König würde sich stam
den Sie erhalten, doch in Ihren Leben nichts zurück und das wichtige Entschädigungs Geschäft ist abgemacht.
Der Alte bitte Köckritz der Ewr. durch herzlich grüßt, hat mit dies unter 4 Augen gesagt — die Antwort war in der Art in Arbeit. Ich habe es Gott sey danck tournirt Und Köckritz stimmt vor Koltzig-Rohde[?] wird Er durch hierüber alles sagen. Amelang wuste von allen nichts — Er fiel beinahe in Gemacht, und wird wohl nicht mehr mit der Freundschaft seines Hern Beymes prahlen — Köckritz ist und bleibt ein ehrlicher Mann, wo er nur mehr für bidermänner würkte — Gewis ist es daß wan wir Krieg haben Ew Durchlaucht das Comando erhalten.
Amelang gestand an, daß ihm Beyme gesagt — Müßte ich nur dem Fürsten wegen den Leitischen Laagen, wenn wir leben nicht schonen — ich würde ihm so abweisen, daß er nie wieder kommen solte — so aber muß man ihm Menagiren, den bekommene wir krieg so ist keiner außer ihn da dem die Armee an vertraut werden kan — das Rußische Ministerin sizt uns auf den Hals- und bald wird die Aliance zwischen Rußland und Österreich fertig sey. Den müßen wir thun wäre diese wollen Köckritz meint der König würde sich stam
- weigen — Indes ist auf unser Standhaftigkeit wenig
- mehr zu bauen.
- Graf Haugwitz wird wohl in Scath gelegt werden
- gewiß ist es daß er auch den ersten July nicht zu
- rück kommen wird.
- Ich erſterbe
- Ewr Durchlaucht
- Frankfurth
- d. 23ten May
- 1804
- treuster Knecht
- v Triebenfeld
weigen — Indes ist auf unser Standhaftigkeit wenig mehr zu bauen. Graf Haugwitz wird wohl in Scath gelegt werden gewiß ist es daß er auch den ersten July nicht zu rück kommen wird. Ich erſterbe Ewr Durchlaucht Frankfurth
d. 23ten May 1804 treuster Knecht v Triebenfeld




