Document 129 · Letter
15 May 1804
Wrocław (Breslau)
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld says he has had no letters from either Berlin or Frankfurt, and asks the Prince to send him comforting news of Glenck. On the matter of Kolzig, Amelang is not replying; if he stays silent, he says the sale of Konotop must be pursued eagerly. He has summoned the tenant Bernhardi and instructed him to recommend the estates to any prospective buyer instead of obstructing the sale out of self-interest, and to receive Ludolff and Stubenrauch well. In the afternoon he intends to bring out the consignment to South Prussia.
Triebenfeld hat weder aus Berlin noch aus Frankfurt Briefe und bittet den Fürsten, ihm tröstliche Nachrichten von Glenck mitzuteilen. Wegen Kolzig antwortet Amelang nicht; schweigt er weiter, müsse der Verkauf von Konotop eifrig betrieben werden. Den Pächter Bernhardi hat er herbestellt und angewiesen, die Güter jedem Kauflustigen zu empfehlen, statt den Kauf aus Eigennutz zu hindern, und Ludolff und Stubenrauch gut aufzunehmen. Nachmittags will er die Sendung nach Südpreußen herausbringen.
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- Ich habe heute weder aus Berlin noch aus Frankfurth briefe.
- Meine Besorgnis vermehrt sich daher stündlich. Haben Ewr Hoch
- fürstliche Durchlaucht etwas von Glenck, daß Trost gewährt
- ſo geruhen Sie es doch Ihrem Knechte mitzutheilen.
- Wegen Kolzig hofte ich sehr — Aber Amelang antwor-
- tet nicht. Wäre da ein Strahl von Hoffnung erschienen
- ſo hätte ich gerathen allen Verkauf von Kontop zu
- untersagen — Schweigt Amelang aber ferner noch den
- ihm in dieser Sache gemachte Plan so muß ich glaube,
- daß ihm Beyme nicht gantirt; und in dieser Rücksicht
- müſte der Verkauf von Kontop eifrig betrieben werden
- Ich habe zu dem Ende Bernhardi herbestellt und ihm angedeutet daß er
- als Pächter die Güter jedem Kauflustigen bestens em-
- pfehlen und anzeigen solle — den auf diese Gattung
129 Ich habe heute weder aus Berlin noch aus Frankfurth briefe. Meine Besorgnis vermehrt sich daher stündlich. Haben Ewr Hoch fürstliche Durchlaucht etwas von Glenck, daß Trost gewährt ſo geruhen Sie es doch Ihrem Knechte mitzutheilen. Wegen Kolzig hofte ich sehr — Aber Amelang antwortet nicht. Wäre da ein Strahl von Hoffnung erschienen ſo hätte ich gerathen allen Verkauf von Kontop zu untersagen — Schweigt Amelang aber ferner noch den ihm in dieser Sache gemachte Plan so muß ich glaube, daß ihm Beyme nicht gantirt; und in dieser Rücksicht müſte der Verkauf von Kontop eifrig betrieben werden Ich habe zu dem Ende Bernhardi herbestellt und ihm angedeutet daß er als Pächter die Güter jedem Kauflustigen bestens empfehlen und anzeigen solle — den auf diese Gattung
- Menschen komt vieles an. Dem
- 1. könte ſelch Wesen um in Pacht ſicher zu bleiben den
- Kauf durch gräuliche Schilderungen leicht hindern auch
- könte so ein Mensch
- 2. Aus Gewinn ſolcht, ſich leicht erkaufen laßen, und dem
- Verkäufer zum Nachtheil handeln, daher habe
- ich ihm laßen herkommen und dies alles vorzubeugen
- Jezt sage ich ihr gleich wieder fort, damit er wan
- Ludolff und Stubenrauch hinkommen, sie nicht nur gut
- auf nimmt, sondern denen Leuten alles wahr und von
- der Beſten Seite ſchildert.
- Nachmittag bringe ich das was nach Südpreußen zu
- schicken ist heraus — jezt muß ich meine Geschäfte.
- dern ich viel vorgefunden habe — erſt arangirt
- Breslau d. 15ten May 1804.
- v Triebenfeld
Menschen komt vieles an. Dem
1. könte ſelch Wesen um in Pacht ſicher zu bleiben den Kauf durch gräuliche Schilderungen leicht hindern auch könte so ein Mensch
2. Aus Gewinn ſolcht, ſich leicht erkaufen laßen, und dem Verkäufer zum Nachtheil handeln, daher habe ich ihm laßen herkommen und dies alles vorzubeugen Jezt sage ich ihr gleich wieder fort, damit er wan Ludolff und Stubenrauch hinkommen, sie nicht nur gut auf nimmt, sondern denen Leuten alles wahr und von der Beſten Seite ſchildert.
Nachmittag bringe ich das was nach Südpreußen zu schicken ist heraus — jezt muß ich meine Geschäfte. dern ich viel vorgefunden habe — erſt arangirt Breslau d. 15ten May 1804.
v Triebenfeld

