Document 123 · Letter
23 April 1804
Wrocław (Breslau)
Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen
Triebenfeld submits a letter from Kunkel that arrived by express courier and asks for instructions on how to proceed. He considers an arrangement with Otocki necessary; an amicable settlement, in which Otocki would be satisfied with 1500 or 2,000 Rthl, would be advantageous, he says. Whether Kunkel should be given a power of attorney to settle he leaves to the Prince. He fears that Kunkel and Jentsch are working against each other and advises instructing both. Glenck did not come again, but left behind the accounts from Konotop, which explain everything.
Triebenfeld reicht ein per Estaffette eingegangenes Schreiben Kunckels ein und bittet um Verhaltungsbefehle. Er hält ein Abkommen mit Otocki für nötig; ein gütlicher Vergleich, bei dem Otocki mit 1500 oder 2000 Rthl zufrieden wäre, sei vorteilhaft. Ob Kunkel Vollmacht zum Vergleich erhalten soll, stellt er dem Fürsten anheim. Er fürchtet, dass Kunkel und Jentsch gegeneinander handeln, und rät, beide zu instruieren. Glenck kam nicht mehr, ließ aber die Rechnungen von Konotop zurück, die über alles Aufschluss geben.
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- Gestern Abend spät erhielt ich per Estaffette beigehende Schrei-
- ben des p Kunckel, welches ich Ewr Hochfürstliche Durchlaucht dabei
- lezt einreiche, und um Hochdero Verhaltungs befehle bitte
- Nothwendig ist es allerdings mit dem v. Otocki ein Abkommen zu treffen
- und wann dies durch gütlichen Vergleich bewürckt werden könte, daß
- Otocki mit 1500 oder 2000 rt. zufrieden wäre, so wären es eine
- Vorteilhafte wünschens werthe Sache. Euer Hochfürstliche Durchlaucht
- höchste Ermeßen stelle ich es anheim — ob dem Kunckel die Vollmacht
- zum Vergleich gegeben werden soll.
- daß übrigens der Kunckel und Jentsch sich so entgegen zu handeln
- ſcheinen erregt meine große Beſorgnis — ich fürchte daß Kunckel
- durch seine Wehementes Gebaren dumm Zeug und Jentsch aus
- Bosheit, Intriguen machen wird, die nachteilig werden können.
- Mein unvergreiflicher Rath ist die Menschen wohl zu instruiren
- und in ihren Schrancken zu weisen.
- Glenck ist gestern nicht mehr zu mich gekommen und hatt so
- gar die Kontopper Rechnungen hier gelaßen, die über alles
- in dieser Sache einen Aufschlus gaben.
- Breslau den 23ten April 1804
- v Triebenfeld
123 Gestern Abend spät erhielt ich per Estaffette beigehende Schreiben des p Kunckel, welches ich Ewr Hochfürstliche Durchlaucht dabei lezt einreiche, und um Hochdero Verhaltungs befehle bitte Nothwendig ist es allerdings mit dem v. Otocki ein Abkommen zu treffen und wann dies durch gütlichen Vergleich bewürckt werden könte, daß Otocki mit 1500 oder 2,000 rt. zufrieden wäre, so wären es eine Vorteilhafte wünschens werthe Sache. Euer Hochfürstliche Durchlaucht höchste Ermeßen stelle ich es anheim — ob dem Kunckel die Vollmacht zum Vergleich gegeben werden soll.
daß übrigens der Kunckel und Jentsch sich so entgegen zu handeln ſcheinen erregt meine große Beſorgnis — ich fürchte daß Kunckel durch seine Wehementes Gebaren dumm Zeug und Jentsch aus Bosheit, Intriguen machen wird, die nachteilig werden können. Mein unvergreiflicher Rath ist die Menschen wohl zu instruiren und in ihren Schrancken zu weisen.
Glenck ist gestern nicht mehr zu mich gekommen und hatt so gar die Kontopper Rechnungen hier gelaßen, die über alles in dieser Sache einen Aufschlus gaben.
Breslau den 23ten April 1804
v Triebenfeld
