Traces in the Sand

Document 115 · Letter

3 August 1802

Wrocław (Breslau)

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld apologises for missing lunch: his tenant in Świniary urgently asks him to bring to order the peasants who are refusing their services. He says the minister seems to take it somewhat amiss, on account of Schlabrendorff, that the Prince tells him nothing. He says he has summoned Schlabrendorff here for the 15th and advised him to withdraw all complaints, since otherwise he cannot save him; Asch too is to press him to do so. Triebenfeld is going to Lądek but means to be back on the 15th and to bring in Hirsch.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
Page 1lines 1-16
  1. 115
  2. Durchlauchtigster Fürst
  3. Gnädigster Fürst und Herr
  4. Se eben ſchickt mein Pächter aus Schweinern herein und bittet mich dringend
  5. daß ich auf einen Augenblick heraus komme, und die Bauern in Ordnung
  6. bringen mögte die ihm nicht Folge leisten, sondern die Dienste versagt
  7. wollen. Ich muß nun schon dahin eilen um Unfug zu verhüten
  8. Ewr Hochfürstliche Durchlaucht verzeihen woll höchst gnädigst
  9. daß ich heute dieser Sache wegen nicht auf den Mittag erscheinen
  10. Mitt dH. Minister habe ich heute wegen Schlabrendorff gesprochen,
  11. Aufrichtig gesagt, so scheint er es etwas krum zu nehmen, daß
  12. Ewr Hochfürstliche Durchlaucht ihm nichts sagen wollen, den ich glaube
  13. er hatt daß gestern erwartet —
  14. rech aber finde ich es gut daß Höchstdieselben ihm nichts sagen,
  15. mann kan ja erst sehen was er thun wird.
  16. Er hatt an Schlabrendorff geschrieben daß er den 15ten daß
Page 2lines 17-40
  1. Monats hier sein soll er habe mit ihm in der Quest. Angelegen-
  2. heit zu sprechen — vorläufig lege er ihm ans Herz sogleich
  3. alle Klage zurück zu nehmen, denn man paße so sehr auf
  4. ihm, daß auch nicht das mindeste unentdeckt bleiben würde
  5. und wann man eines Groſchens werth Mackel in der Sache
  6. finden mögte könte er versichert sein, daß es ihm traurig
  7. gehen dürfte.
  8. Er der Minister könne ihm den Sch: auch hernach bey
  9. den besten Willen nicht retten ja, er müße es alsdann
  10. gerade hin verläugnen, daß er ihm durch Bande des
  11. Blutes verwand ſey p.p.
  12. Dem Asch hatt er heute bey sich gehabt und ihm alles
  13. dies mündlich gesagt um es den Grafe in Stolze, wohin
  14. Asch übermorgen geht noch weiter ans Herz zu legen;
  15. besonders soll er Schlabrendorffen ja dahin vermögen
  16. daß er den 15ten d. hier sein soll.
  17. Ich gehn morgen nach Lądek, bei aber ganz gewis den 15 auch
  18. hier und da werde ich Hirsch mit anspannen —
  19. In tiefster submission ersterbe
  20. Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
  21. Breslau den 3ten Aug
  22. 1802
  23. treu unterthäniger Knecht
  24. v Triebenfeld