Traces in the Sand

Document 105 · Letter

30 April 1799

Berlin

Peter Friedrich von Triebenfeld, Councillor of War and Forests, Hohenlohe-Ingelfingen's agent → Prince Friedrich Ludwig of Hohenlohe-Ingelfingen

Triebenfeld has satisfied Count Schlabrendorff; the interest amounted to 11,085 Rthl, the receipt is made out in the Prince's name, and there is no cover for Triebenfeld himself. He says he was refused admission to the Princess three times; he mentions a letter from Prittwitz. Glenck reports unfavourable news in the Prusimski lawsuit; Triebenfeld says he would use the blank forms entrusted to him to ask the Grand Chancellor for an extension of the deadline. He adds court news: the Queen is recovering, and war is out of the question.

One line per manuscript line, with broken words hyphenated and stray break marks removed. Editorial decisions are set out in About the edition.
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  1. 105
  2. Durchlauchtigſter Fürſt
  3. Höchst gnädigster Herr!
  4. Dem Grafen Schlabrendorff habe ich befriediget und die
  5. Quittung u Handen — die Summa der Intressen betrug 11085 rt
  6. die Quittung lautet gerade auf Ewr Hochfürstliche Durchl.
  7. laucht — ich indes habe nun keine Sylbe zur Deckung meiner
  8. in[?] Handen Frage auch darnach nichts den ich bin zu gewis
  9. daß der Himmel Ewr Hochfürstliche Durchlaucht recht Gesund
  10. und glücklich zurück hilft und daß alles — alles nach
  11. Wunsche gehn wird.
  12. Die Fürsten durchlaucht habe ich als ich hier für reisete
  13. nicht das Glück haben können zu sprechen — ich habe mich
  14. 3 mahl melden laßen bin aber kein mahl angenommen
  15. Es scheint als wann das Schreiben des zu Prittwitz — als
  16. sey ich von König und Publikum gehaßt — auch Breslau
  17. Sensation gemacht habe — dies thut indes nichts den ich
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  1. befinde mich hier in Berlin und Pot[sdam] so recht Seelen
  2. wohl —
  3. Unser Gute Königin war würklich recht kranck, bester
  4. sich aber zur Freude aller bidern Vasallen —
  5. Der Monarch ist wohl arbeitet nicht nur mit gram
  6. zenloser Thätigkeit am Wohl des Staats sondern
  7. exercirt auch daß einen das Herz in Leibe lacht —
  8. den Sontag sah ich die alte Garde auch in weißen
  9. Stiefeletten und ihre Grenadier Muzzen — auf
  10. die Gesichter des Ganzen Battallions sahe man
  11. so recht die mir dencklichste Freude, und bey Gott
  12. mir zitterte eine Thräne in Auge, den das ist das
  13. alten braven Köck[ritz] Werck — die Officier erhalten nun
  14. auf den Tisch und fühle sich so glücklich als die andern
  15. Die würdigen Männer K[öckritz] Z[astrow] und R. sind gesund
  16. und Leben in der grösten Harmonie.
  17. An Krieg ist nicht zu denken und der Monarch zeigt
  18. schon in dieser Sache vor der ganzen Welt seine
  19. felsen Feste Standhaftigkeit und alle Denkart
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  1. Den Augenblick erhalte ich von Glenck in der Prusimskischen
  2. Proceß Sache Nachricht die eben nicht gut
  3. ist den ich werde daß die Juristen prellen wollen
  4. ich würde da ich noch alle die mir gnädigst an-
  5. vertraute Blanquets in Händen habe, hier so
  6. fort am Schreiben am Gros Kanzler geben und
  7. um verlängerung des Termins bitte —
  8. Zeit gewonnen alles gewinnen —
  9. In tiefster Devotion ersterbe
  10. Ewr Hochfürstliche Durchlaucht
  11. Berlin d. 30ten April 1799.
  12. treuester Knecht
  13. v. Triebenfeld